Turnen National
Turn-Star Hambüchen und 65 000 Fans in Frankfurt

Unter dem Motto "Wir schlagen Brücken" wird heute das fünfte international ausgeschriebene Deutsche Turnfest eröffnet. Fabian Hambüchen will seine Titelsammlung erweitern.

Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen ist diesmal nur "Heimschläfer", aber alle anderen rund 65 000 Turnfestteilnehmer werden ab Samstag das Stadtbild von Frankfurt/Main für eine Woche dominieren. Unter dem Motto "Wir schlagen Brücken" findet in der Bankenmetropole zum fünften Mal nach 1 880, 1908, 1948 und 1983 das seit 2002 international ausgeschriebene Deutsche Turnfest statt.

Auch wegen der anhaltenden Finanzkrise wurde die angepeilte Zahl von 80 000 Teilnehmern nicht erreicht, dennoch bleibt das Turnfest unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler die weltweit größte Wettkampf- und Breitensportveranstaltung. "Wir wollen unsere drei großen Schwerpunkte verdeutlichen: Das Kinderturnen, das Wettkampfturnen und unsere Angebote im Fitness- und Gesundheitssport", sagt Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), über die Vielfältigkeit eines Turnfestes.

Turnfest mit "Riesenspaßfaktor"

Und so oft es sein dichtgedrängter Terminkalender zulässt, will sich Hambüchen unter die Festbesucher mischen. "Bei meinem ersten Turnfest 2002 in Leipzig habe ich noch nicht viel mitbekommen, aber mittlerweile weiß ich, dass das Turnfest einen Riesenspaßfaktor hat", sagt der Mehrkampf-Europameister. Die für die Teilnehmer oft langen Turnfestnächte verbringt er aber lieber bei Freundin Viktoria in Wetzlar in der gerade neu eingerichteten Wohnung.

Schließlich ist der Auftakt der neuen mit insgesamt 200 000 Euro dotierten Champions Trophy am Pfingstmontag (13.00 Uhr) gleich der erste Höhepunkt des umfangreichen Wettkampfprogramms. Zudem will der 21-Jährige im weiteren Verlauf der Woche die Zahl seiner bislang 20 nationalen Titel erhöhen.

Offiziell eröffnet wird die Mammut-Veranstaltung am Pfingstsamstag (15.00 Uhr) vor 900 geladenen Gästen mit einem Festakt, bei dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Hauptrede halten soll. Anschließend startet der traditionelle Festumzug mit rund 4 000 Menschen, am Abend gibt Oberbürgermeisterin Petra Roth, begleitet von einer gigantischen Wassershow auf dem Main, das Startsignal der Stadt Frankfurt.

In den Folgetagen bietet sich für die Teilnehmer, die zumeist in Schulunterkünften übernachten, ein fast schon nicht mehr zu überschauendes Angebot. Hochleistungsturnen ist ebenso ein Programmpunkt wie Sportakrobatik und Ringtennis, Wertungsmusizieren steht genauso auf dem Programm wie ein Handstand-TÜV, eine Stadtrallye und eine Fitness- und Aerobic-Akademie.

Angela Merkel kündigt ihren Besuch an

Für die Abschluss-Gala am 5. Juni in der Frankfurter WM-Arena, bei der 3 000 Mitwirkende den Vergleich mit olympischen Stadionzeremonien nicht scheuen wollen, hat sich sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel als Besucherin angekündigt.

Und unter ihren Augen wird dann auch Hambüchen seinen letzten Auftritt haben - erstmals in seiner Laufbahn vor Publikum unter freiem Himmel: "Eine ganz neue Erfahrung für mich."

© SID

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