Turnen WM
Chusovitina und Hindermann verpassen Podestplatz

Am vorletzten Tag der Turn-WM in Stuttgart griffen die WM-Gastgeber am Edelmetall vorbei. Die Kölnerin Oksana Chusovitina wurde beim Sprung Sechste, Marie-Sophie Hindermann erreichte am Stufenbarren den fünften Rang.

Am vorletzten Tag der Kunstturn-Weltmeisterschaften in Stuttgart griffen die WM-Gastgeber an Edelmetall vorbei und gingen leer aus. Die Wahl-Kölnerin Oksana Chusovitina musste beim Sprung mit dem sechsten Platz zufrieden sein, einen beachtlichen fünften Rang am Stufenbarren erturnte die Lokalmatadorin Marie-Sophie Hindermann aus Tübingen.

Vor 7 500 Zuschauern waren für die gebürtige Usbekin Chusovitina schon nach dem ersten von zwei Kürsprüngen alle Hoffnungen auf einen Medaillengewinn verflogen. Die 32 Jahre alte Ex-Weltmeisterin musste ihre Landung mit beiden Händen abstützen und konnte die dafür vorgesehenen Punktabzüge im zweiten Durchgang nicht mehr wettmachen.

Hindermann hingegen wiederholte ihre guten Leistungen aus Qualifikation und Mehrkampf-Finale und unterstrich, dass sie am Doppelreck mittlerweile in der Weltklasse angekommen ist. Der eleganten 16-Jährigen fehlen nur noch weitere absolute Höchstschwierigkeiten, um noch näher an die Medaillenpositionen heranzukommen.

Chusovitina: "Das war einfach nicht meine WM"

"Das war einfach nicht meine WM. Ich bin zu schnell angelaufen und habe gleich gemerkt, dass es schiefgehen würde", sagte die ehemalige Weltmeisterin enttäuscht. Ihre Rückenverletzung führte Chusovitina nicht als Ausrede an: "Das habe ich kaum gespürt." WM-Debütantin Hindermann meinte: "Es war cool, in diesem Finale zu sein. Ich war total aufgeregt, denn ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern geturnt."

So gingen Titel und Medaillen in der ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle an andere Athleten. Beim Sprung verteidigte die Chinesin Cheng Fei ihren Titel, am Seitpferd setzte sich ihr Landsmann Xiao Qin durch. Neuer Weltmeister am Boden wurde Diego Hypolito aus Brasilien, die Russin Ksenia Semenowa durfte sich als Siegerin am Stufenbarren feiern lassen.

Einen wettkampffreien Tag durfte Reck-Europameister Fabian Hambüchen (Niedergirmes) genießen. Zwei Tage nach dem Gewinn von Mannschafts-Bronze und 24 Stunden nach Rang zwei im Mehrkampf-Finale schlief der 19-Jährige nach einer kurzen und ruhigen abendlichen Feier ein wenig länger, absolvierte ein leichtes Training und versuchte, ein bisschen abzuschalten. Der deutsche Mehrkampf-Meister geht nach drei bislang gezeigten fehlerfreien Reckübungen als eindeutiger Favorit in die Entscheidung am "Königsgerät" (16.00 Uhr). Zwei Stunden zuvor bestreitet der Olympia-Siebte auch das Finale am Sprung, dort hat er allerdings nur Außenseiterchancen auf eine Medaille.

© SID

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