Turnen WM
Hambüchen: Atmosphäre schnuppern, Medaille holen

Fabian Hambüchen verteidigt beim Olympia-Schaulaufen in London seinen Reck-Titel und visiert Edelmetall an. "Ich fahre zur WM und schaue, dass ich einen raushaue", so der Turner.

Deutschlands Vorturner Fabian Hambüchen will bei den Weltmeisterschaften vom 13. bis 18. Oktober "einen raushauen". Der Doppel-Europameister von der TSG Niedergirmes sagte nach seinem Trainingslager in Japan im Gespräch mit der Bild am Sonntag: "Ich habe die Ruhe tatsächlich genossen. Jetzt fahre ich zur WM und schaue, dass ich einen raushaue. Ich habe zwar schon einen kompletten WM-Medaillensatz - aber ich kann nie genug kriegen."

Hambüchen verteidigt beim Olympia-Schaulaufen in London seinen Titel am Reck, hat aber auch schon die Sommerspiele 2012 im Blick. "Ich will schon einmal die Atmosphäre schnuppern", sagte der 21-Jährige vor seiner Abreise in die britische Metropole.

"Gold ist nicht alles"

Druck will er sich nach seinen Erfahrungen von Olympia 2008 in Peking, wo er sich statt der angestrebten Goldmedaille an seinem Paradegerät mit Platz drei begnügen musste, nicht machen: "Ich habe inzwischen gelernt: Gold ist nicht alles. Meine Bronzemedaille hat in meiner Wohnung einen Ehrenplatz. Alle anderen Medaillen habe ich in meinem Büro hängen, auch das Gold von der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Stuttgart. Daran sehen Sie, wie ich den Wert der Medaillen inzwischen gewichte."

In dem Gespräch mit der Bams gab Hambüchen auch zu, dass die Trennung von seiner Freundin Viktoria keinesfalls spurlos an ihm vorbeigegangen ist: "Wenn es privat nicht läuft, beschäftigt mich das mehr als alles andere. Das kannst Du nicht ausschalten."

Über die Gründe für die Trennung wollte der 21-Jährige allerdings nicht sprechen: "Privat bleibt privat. Ich bin der Letzte, der jemanden in die Pfanne haut. Die Probleme, die ich mit Vicky hatte, gehen niemanden etwas an." Er sei jetzt nicht "täglich auf der Suche nach einer neuen Frau. Ich hoffe, von der richtigen Frau gefunden zu werden."

Im WM-Aufgebot für London stehen neben Hambüchen noch Sebastian Krimmer (Backnang), Philipp Boy (Cottbus), Marcel Nguyen (Unterhaching), der Hallenser Matthias Fahrig sowie Thomas Taranu aus Straubenhardt. Bei den Frauen sind Anja Brinker aus Herkenrath, die Tübingerin Kim Bui, Maike Roll aus Söllingen und die Mannheimerin Elisabeth Seitz in London am Start.

© SID

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