Turnen WM
Hambüchen gewinnt zweite Bronze-Medaille

Fabian Hambüchen aus Niedergirmes hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Aarhus seine zweite Medaille gewonnen. Nach Bronze im Mehrkampf belegte der 18-Jährige auch im Sprung den dritten Platz.

Medaille Nummer zwei für Fabian Hambüchen: Bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Aarhus hat der Mehrkampf-Dritte aus Niedergirmes völlig unerwartet seine zweite Bronzemedaille gewonnen. In der Entscheidung am Sprung profitierte der 18-Jährige in der Nrgi-Arena von einem wahren Favoritensterben und belegte als krasser Außenseiter den dritten Platz.

"Das ist doch einfach nur noch krank. Irgendwie freue ich mich, aber ich weiß gar nicht so recht, wie ich reagieren soll", sagte der deutsche Mehrkampfmeister und sah sich ungläubig um. Mit insgesamt 15,825 Punkten musste sich der letztjährige Reck-Europameister nur dem alten und neuen Titelträger Marian Dragulescu aus Rumänien (16,487) sowie dem Weißrussen Dimitri Kaspiarowitsch (16,312) geschlagen geben.

Alle übrigen Sprungspezialisten jedoch leisteten sich vor 4 700 Zuschauern in der ausverkauften Nrgi-Arena mindestens einen Sturz und so sah Hambüchen schon vor seinem ersten Sprung eine kleine Medaillenchance: "Wenn die anderen Turner Fehler machen, bitteschön!"

"Volle Pulle" zahlt sich aus

Trainer und Vater Wolfgang Hambüchen roch ebenfalls die gute Gelegenheit und so einigte man sich darauf, bei beiden Versuchen volles Risiko zu gehen. "Wir haben uns gemeinsam für ´volle Pulle´ entschieden, das hat sich am Ende ausgezahlt", meinte Hambüchen senior. Chefcoach Andreas Hirsch machte seinem Schützling in der Pause zwischen dem ersten und zweiten Sprung zusätzlich Mut: "Gut gesprungen, das kann noch etwas werden!"

Es wurde etwas, obwohl Hambüchen eigentlich lieber am Reck und am Boden im Endkampf gestanden hätte. Doch am "Königsgerät" war der Mitfavorit bei der Qualifikation gestürzt, am Boden hatte er als neuntbester Turner das Finale knapp verpasst. Der Sieg im Finale am Schwebebalken ging an Irina Krasnianska aus der Ukraine (15,575) vor der Rumänin Sandra Izbasa (15,500) sowie Elyse Hopfner-Hibbs aus Kanada (15,475).

© SID

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