Turnen WM
Oksana Tschussowitina holt Bronze für den DTB

Oksana Tschussowitina aus Köln hat bei den Kunstturn-WM in Aarhus die Bronzemedaille gewonnen. Die eingebürgerte Usbekin musste sich im Sprungfinale nur Cheng Fei (China) und Alicia Sacramone (USA) geschlagen geben.

Genau 15 Tage nach ihrer Einbürgerung ist Oksana Tschussowitina erstmals im deutschen Nationaltrikot ins bronzene Glück gesprungen. Bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Aarhus belegte die 31 Jahre alte Wahl-Kölnerin beim Sprung den dritten Platz und kam damit fast an ihre Erfolge der zurückliegenden Welttitelkämpfe heran, wo sie Gold und Silber gewonnen hatte.

Vor 4 700 Zuschauern in der erstmals ausverkauften Nrgi-Arena kam die gebürtige Usbekin mit zwei hochwertigen und nahezu makellosen Sprüngen auf insgesamt 15,100 Punkte. Der Sieg ging an Mannschafts-Weltmeisterin Cheng Fei (China), die mit 15,712 Zählern in einer eigenen Liga sprang. Auch die Silbermedaillengewinnerin Alicia Sacramone (USA) war für Tschussowitina an diesem Abend eine Nummer zu groß.

"Ich bin sehr, sehr glücklich"

"Ich bin sehr, sehr glücklich", radebrechte die Mutter eines siebenjährigen Sohnes nach dem Erfolg an ihrem Lieblingsgerät. Tschussowitina, schon 1992 in Barcelona Mannschafts-Olympiasiegerin, hatte bereits im Teamswettbewerb mit ihrer Routine dazu beigetragen, dass die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) einen 16. Platz erreichen und sich damit für die Welttitelkämpfe 2007 in Stuttgart qualifizieren konnte. Nach einer kurzen Besprechung mit Trainerin Schanna Poljakowa hatte sich Tschussowitina entschieden, beim ersten der beiden Sprünge einen höheren Ausgangswert als in der Qualifikation zu wählen - eine Taktik, die sich bezahlt machte. "Wir sind Risiko gegangen und dafür belohnt worden", erklärte die langjährige Betreuerin der "Turn-Oma".

Zuvor hatte sich im Bodenfinale der Rumäne Marian Dragulescu mit einer spektakulären Kür gegen seine hochwertige Konkurrenz durchgesetzt. Der Routinier erturnte 16,250 Punkte, dem Ex-Weltmeister am nächsten kamen der entthronte Titelverteidiger Diego Hypolito aus Brasilien (16,150) sowie der kanadische Olympiasieger Kyle Shewfelt (15,700). Der Mehrkampf-Dritte Fabian Hambüchen aus Niedergirmes war an diesem Gerät Ersatzturner, kam aber nicht zum Einsatz.

Chinese Xiao Qin holt sich erneut Gold

Seine zweite Goldmedaille nach dem Sieg im Mannschafts-Wettbewerb holte sich der Chinese Xiao Qin. Mit 16,025 Zählern verwies der Titelverteidiger am Seitpferd Prashanth Sellathurai aus Australien (15,750) sowie Alexander Artemew aus den USA (15,500) auf die Plätze.

Weltmeisterin am Stufenbarren wurde Elizabeth Tweddle aus Großbritannien (16,200) vor Titelverteidigerin Anastasia Liukin aus den USA (16,050) sowie Mehrkampf-Weltmeisterin Vanessa Ferrari aus Italien (15,775). Der Chinese Chen Yibing (16,525) setzte sich an den Ringen vor dem Bulgaren Jordan Jowtschew (16,325) und Vorjahressieger Juri van Gelder aus den Niederlanden (16,300) durch.

Die Welttitelkämpfe werden am Samstag (14.30 Uhr) mit den letzten fünf Gerätefinals abgeschlossen. Am Sprung hat sich auch Hambüchen für die Entscheidung qualifiziert.

© SID

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