Turnen WM
Seitz WM-Achte am Stufenbarren

Im Finale am Stufenbarren bei der Kunstturn-WM in Rotterdam hat Elisabeth Seitz nach zwei Stürzen nur den achten Platz erreicht. Den Sieg holte sich die Britin Elizabeth Tweddle.

Eine große Enttäuschung, zwei heftige Stürze und viele, viele Tränen - für Elisabeth Seitz sind die Kunstturn-Weltmeisterschaften in Rotterdam mit einer bösen Überraschung zu Ende gegangen. Statt im Stufenbarren-Finale ihren fünften Platz aus der Qualifikation zu bestätigen oder gar zu verbessern, reichte es für die deutsche Vierkampf-Meisterin aus Mannheim nur zu Rang acht.

Schon bei ihrer exklusiven Höchstschwierigkeit, dem Def, kam die 16-Jährige gleich zu Beginn ihrer Kür zu Fall, im weiteren Verlauf der Übung konnte die WM-Zwölfte im Mehrkampf auch einen weiteren Flieger nicht "hängen". Zu Tode betrübt schlich die Gymnasiastin vom Turnpodium und verbarg dabei ihr Gesicht in den Händen.

"Alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte"

"Das ist wohl der wahre Horror-Moment für jeden Sportler. Es ist praktisch alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte", sagte Seitz, die ganze 10,466 Punkte für ihren verkorksten Vortrag erhielt. Da konnte es für sie auch kein Trost sein, dass auch die beiden favorisierten Chinesinnen He Kexin und Huang Qiushuang vorzeitig das Doppelreck verlassen mussten.

Trainerin Claudia Schunk hatte das Unheil kommen sehen: "Eli kam gleich zu Beginn nicht richtig in den Handstand, da wusste ich, dass es schwierig für sie wird. Es fehlte einfach der nötige Schwung." Der Sieg am Stufenbarren ging an Elizabeth Tweddle, Silber und Bronze hinter der routinierten Britin gingen an Mehrkampf-Weltmeisterin Alija Mustafina und Rebecca Bross aus den USA.

Auch an den weiteren Geräten setzten sich Spezialisten durch. Der Grieche Eleftherios Kosmidis lag am Boden knapp vor dem alten und neuen Mehrkampf-Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan. Am Seitpferd triumphierte der Ungar Krisztian Berki.

Pfiffe gegen russisches Team

Pfiffe der rund 8 000 Zuschauer im fast ausverkauften Ahoy-Sportpalast erntete die russische Delegation, die per Einspruch versuchte, WM-Entdeckung Mustafina am Sprung zu einer dritten Goldmedaille nach Mannschaft und Mehrkampf zu verhelfen. Doch der Protest wurde abgeschmettert, die 16-Jährige musste sich wie am Stufenbarren mit dem zweiten Platz hinter der neuen Titelträgerin Alicia Sacramone aus den USA zufrieden geben.

Die Welttitelkämpfe werden am Sonntag (14.00 Uhr) mit den letzten fünf Gerätefinals abgeschlossen. Mehrkampf-Europameister Fabian Hambüchen (Niedergirmes) steht in den Endkämpfen am Barren sowie am Reck, dort zusammen mit dem neuen Vize-Weltmeister im Mehrkampf, Philipp Boy aus Cottbus.

© SID

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