Turnier der Turniere
Federer siegt in Wimbledon

„König Roger“ gewinnt zum siebten Mal das britische Turnier und kehrt auf den Tennis-Thron zurück. Neben ihm triumphierte auch Serena Williams. Andy Murray konnte seinen Wimbledon-Fluch hingegen nicht ablegen.
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LondonRoger Federer sank überwältigt auf den heiligen Rasen von Wimbledon. Tränen schossen ihm in die Augen. 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 hatte der Schweizer Andy Murray bezwungen und es all seinen Kritikern gezeigt. Mit seinem siebten Titel im Mekka seines Sports kehrt der Maestro auf den Tennis-Thron zurück. Zwei Jahre lang musste er auf seine angestammte Position verzichten, zweieinhalb Jahre auf seinen 17. Sieg bei einem Grand Slam warten. Bei den 126. All England Lawn Tennis Championships zeigte er wieder seine ganze Klasse. „King Roger“ holte mit seinem siebten Titel sogar Rekordsieger Pete Sampras ein.

Nicht nur die Tennis-Ära von Roger Federer schien vor dem Turnier schon am Ende zu sein, auch die von Serena Williams. Sie ist genau wie Federer über 30 und hat es noch einmal allen gezeigt. Einen Tag vor Federers Sieg holte „Comeback-Queen“ Williams mit 6:1, 5:7, 6:2 gegen die Polin Agnieszka Radwanska ihren fünften Wimbledon-Titel. Es war ihr erster Grand-Slam-Titel nach einer „unglaublichen Reise“, nach zwei Seuchenjahren mit zwei Fußoperationen und einem lebensbedrohlichen Blutgerinnsel in der Lunge im Frühjahr 2011.

Für Williams war der Erfolg ebenso emotional wie für Federer. „Das ist ein magischer Moment für mich. Ich habe niemals aufgehört, an mich zu glauben“, sagte der überglückliche Federer vor den Augen seiner zwei Zwillingstöchter Charlene und Myla (fast 3).

Sieben Titel bei dem berühmtesten Tennisturnier erreichte vor dem siebzehnfachen Grand-Slam-Rekord-Turniersieger Federer in der „Open Era“ bisher nur der 2002 zurückgetretene Sampras. Der fast 31-jährige Schweizer egalisiert noch eine weitere Sampras-Bestmarke: Er beginnt am Montag - nach über zwei Jahren Abstinenz vom Tennis-Thron - seine 286. Woche an der Spitze des ATP-Rankings - und ist damit nun gemeinsam mit Sampras der Rekord-Weltranglisten-Erste.

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