Turnier kurz vor 17.00 Uhr unterbrochen
Hitze lässt die Golf-Stars kalt

Ein insgesamt gutes Ergebnis und viele zufriedene Gesichter im Teilnehmerfeld prägen die sportliche Bilanz des ersten Tages der Deutsche Bank Players? Championship. Bemerkenswert cool reagierten die Spieler auf die für Deutschland extremen Witterungsbedingungen.

HAMBURG Die Professionals kamen mit den Platzverhältnissen auf Gut Kaden (nördlich von Hamburg) gut zurecht, während Beobachter und Besucher unter der anhaltenden Hitze stöhnten. Kein Wunder also, dass sich eine ungewöhnlich große Nachfrage nach Kaltgetränken entwickelte, während sich das Personal der zahlreichen Verkaufsstände langweilte.

Wegen einer Gewitterwarnung wurde das Turnier kurz vor 17.00 Uhr unterbrochen. Gut eine halbe Stunde später gingen wolkenbruchartige Schauer nieder. Zur Zeit ist noch unklar, ob das Turnier heute Abend noch fortgesetzt werden. Denn immer noch fällt heftiger Gewitterregen über dem Gelände von Gut Kaden.

Am Eröffnungstag sind 9 500 Zuschauer nach Gut Kaden gekommen. Diese Zahl ist zwar nicht gerade rekordverdächtig, doch äußerten sich die Veranstalter angesichts Ferienzeit und großer Hitze nicht unzufrieden.

Publikumsliebling John Daly, dem am Donnerstag gerade einmal eine Par-Runde (72 Schläge) gelang, zeigte sich gelassen: "Ich bin solche Temperaturen gewohnt, und bei uns in Memphis / Tennessee ist es jetzt noch viel heißer und feuchter als hier." Einige Cracks sprachen ausdrücklich von günstigen Verhältnissen, weil die Hitze auch ihr Gutes hat: "Das Rough ist großenteils verbrannt, das macht es etwas leichter", bestätigte der Engländer Lee Westwood, der Gut Kaden bereits zwei Mal gewinnen konnte, nach einer überragenden 63er Runde (- 9).

Nur einen Schlag mehr (also - 8) benötigte Retief Goosen, der zum engsten Favoritenkreis gehört. Der Südafrikaner lobte die Spielbedingungen und wünschte sich für die kommenden Turniertage allenfalls leichten Regen. Besonders gut zurecht mit den äußeren Bedingungen kam auch der Franzose Gregory Havret (- 7) und meinte, der Platz spiele sich angesichts ziemlich breiter Fairways und harmloser Roughs relativ leicht. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich die 68er Auftaktrunde des Hamburger Sven Strüver, dem der Platz liegt - und der von der Witterung völlig unbeeindruckt war.

Nur die Grüns wurden vom einen oder anderen mit zwiespältigen Gefühlen beurteilt, weil sie zwar hervorragend gepflegt, aber durch die starke Wässerung über Nacht sehr weich geworden seien.

Der Kontrast zwischen 2005 und 2006 könnte also kaum größer sein: Im Vorjahr war der Meisterschaftsplatz in Alveslohe förmlich abgesoffen. Über 50 Liter Regenwasser pro Quadratmeter machten die meisten Fairways und Bunker am Eröffnungstag unbespielbar. Dagegen gibt es in diesem Jahr bisher so viele Sommertage (meteorologische Definition: Tageshöchsttemperatur liegt über 25 Grad) wie lange nicht mehr. "Wir wässern Tag und Nacht - über 1000 Badewannen täglich", teilte Wolfgang Mych, Geschäftführer des Gut Kaden Golf und Land Clubs mit.

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