TV-Chaos bei Handball-WM: Die Übertragung der Handball-WM sorgt weiter für Ärger

TV-Chaos bei Handball-WM
Die Übertragung der Handball-WM sorgt weiter für Ärger

Die Internet-Übertragung der Handball-WM wird etwas für Puristen sein. Denn deutsche Fans müssen eine reduzierte Berichterstattung hinnehmen – ohne Interviews, ohne Studio vor Ort und teilweise englischen Kommentaren.
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HannoverNot-Berichterstattung und meckernde Funktionäre: Das Sponsoren-TV bei der Handball-WM sorgt für Verdruss. Die Fans werden bei den Live-Übertragungen aus Frankreich nicht das gewohnte Berichterstattungs-Niveau erleben. Und die Funktionäre des DHB schimpfen über Politik und Kritiker.

Nur bei den Spielen der Bad Boys und maximal vier weiteren Partien wird es einen deutschsprachigen Kommentar geben. Bei den übrigen Begegnungen des am Mittwoch beginnenden Turniers hören die Zuschauer auf der Internetseite des Handball-Sponsors DKB „den englischen Kommentar des Signalgebers.“ Das teilte die Deutsche Kreditbank (DKB) am Montag mit. Kommentatoren sind Markus Götz und Uwe Semrau, die Handball-Anhänger von Sport1-Übertragungen kennen.

Die Übertragung beginnen erst mit dem Einlauf der Mannschaften und enden kurz nach dem Spiel. Interviews mit dem Bundestrainer oder Spielern sind nicht geplant. „Ein Studio oder Team vor Ort wird es nicht geben“, teilte die Bank mit.

Die Bank sieht sich selber als Notlösung. Die DKB habe sich „eine Live-Übertragung im Free-TV gewünscht und hofft, dass dies bei künftigen Turnieren auch wieder der Fall sein wird“. Sie sei nur kurzfristig eingesprungen. Der Rechteinhaber BeIN Sport hatte eine Übertragung im Free-TV abgelehnt.

DHB-Präsident Andreas Michelmann ruft nach Hilfe durch die Politik. „Handball-WM und -EM müssen auf die TV-Schutzliste“, sagte Michelmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Man stelle sich vor, es hätte keine Bilder von der Fußball-EM im vergangenen Sommer gegeben. Undenkbar“, klagte er und schimpfte: „Sportpolitisch sind wir leider im Land der Monokultur angekommen.“

Gemeint ist der Rundfunkstaatsvertrag, der festlegt, dass „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ nicht ausschließlich im Pay-TV ausgestrahlt werden dürfen. Dazu zählen derzeit Olympische Spiele und verschiedene Fußball-Partien. Handball befindet sich nicht auf der Liste.

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