TV-Vermarktung
Deutscher Handball freut sich über Millionendeal

ARD, ZDF, DSF und Sportfive zahlen der Bundesliga über eine Million Euro im Jahr. Die Vermarktungsagentur plant nun einen eigenen TV-Sender.

KÖLN. Zehn Tage vor dem Start in die 30. Bundesliga-Saison hat die Deutsche Handball-Bundesliga (HBL) den Grundstein für die TV-Vermarktung in den kommenden Jahren gelegt. Nach monatelangen Verhandlungen hat sich die HBL nach Handelsblatt-Informationen mit zwei von drei Vertragspartnern geeinigt, mit der Sport A, der gemeinsamen Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, sowie mit dem Hamburger Sportvermarkter Sportfive. Beide Verträge sollen bis Dienstag unterschrieben werden. „Davon gehe ich aus“, bestätigte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Handelsblatt.

Nach Brancheninsidern wird die HBL mit dem neuen Vertrag mindestens eine Million Euro pro Saison erlösen. Basis ist eine komplexe Vertragskonstruktion, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Free-TV und Pay-TV vorsieht. Die Pay-TV-Verwertung verantwortet dabei Sportfive, das nach Informationen dieser Zeitung in Zusammenarbeit mit Studio Hamburg einen eigenen Sportsender plant – Sportfive wollte sich zu diesem Thema bis gestern nicht äußern.

„Das ist der beste TV-Vertrag, den wir je hatten“, freut sich Uwe Schwenker, Manager des Branchenführers THW Kiel und Mitglied der TV-Kommission der Liga. Knapp 500 000 Euro pro Jahr wird die Sport A zahlen – und vor allem in den Dritten Programmen mehr Handball senden. „Die Sportchefs in den Handballregionen haben starkes Interesse signalisiert, mehr Handball zu zeigen“, sagte Maike Bremer, Verhandlungsführerin der Sport A.

Mindestens weitere 300 000 Euro pro Jahr fordert die HBL vom Deutschen Sportfernsehen (DSF), das weiterhin 40 Spiele pro Saison übertragen will – die Verhandlungen mit dem DSF sind allerdings noch nicht beendet. Außerdem lässt sich die HBL die Auslandsvermarktung, die der Liga bislang kein Geld einbrachte, und die restlichen Spiele im Pay-TV mit mindestens 200 000 Euro vergüten. Damit errechnet sich ein Erlös von rund einer Million Euro.

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