UCI-Präsident sorgt für Skandal
Radsport-Präsident persönlich schwärzte Armstrong an

Die undichte Stelle beim Weltverband UCI ist gefunden: Der Chef persönlich übergab die belastenden Doping-Dokumente über Lance Armstrong den Medien. Der „Tourminator" hat derweil seine Comeback-Ankündigung für die Tour de France 2006 zurückgezogen - mit einem kräftigen Seitenhieb auf die Gastgeber der Rundfahrt.

HB NEW YORK/MONTREAL. Ein Comeback von Lance Armstrong bei der Tour de France 2006 wird es definitiv nicht geben. Der siebenmalige Sieger der Frankreich-Rundfahrt erklärte, er habe etwas voreilig gehandelt, als er Anfang September einen eventuellen Tour-Start für das kommende Jahr ankündigte. Er sei überzeugt, dass er bei seiner Rückkehr keine faire Chance bekommen würde, sagte der Texaner am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. „Ich bin glücklich damit, wie meine Karriere verlaufen ist. Und ich werde nicht zurückkommen", sagte Armstrong und fügte bekräftigend hinzu: „Unter keinen Umständen gehe ich noch einmal nach Frankreich. Ich wäre ja verrückt."

Armstrong hatte als Reaktion auf die jüngsten Doping-Verdächtigungen gegen seine Person eine mögliche Rückkehr zur Tour selbst ins Gespräch gebracht. „Das wäre die beste Art, es den Franzosen zu zeigen", hatte der 33-Jährige erklärt.

Zugleich wurde bekannt, dass die belastenden Doping-Dokumente über den siebenfachen Tour-de-France-Gewinner vom Präsidenten des Radsport-Weltverbandes UCI, Hein Verbruggen, persönlich den Medien zugespielt wurden. Diese überraschende Aussage machte der Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard Pound, am Donnerstag auf einer Telefon-Pressekonferenz in Montreal. Bisher hatte die UCI bestritten, von derartigen Dokumente überhaupt gewusst zu haben und eine „undichte Stelle“ im eigenen Haus gesucht.

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