Über drei Millionen Besucher erwartet
„Leinen los“ für die Kieler Woche

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat am Samstagabend die weltgrößte Segelveranstaltung "Kieler Woche" eröffnet. Mit einem Signalhorn gab er das Kommando "lang-kurz-kurz-lang", was aus dem Seemännischen übersetzt "Leinen los" bedeutet.

HB KIEL. Zum größten Sommerfest im Norden, das in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, werden bis Sonntag nächster Woche mehr als drei Millionen Besucher erwartet. Bei den Segelregatten sind fast 1400 Boote aus mehr als 40 Nationen am Start.

"Die fünfte Jahreszeit bei uns hat begonnen", sagte Carstensen. Anlässlich des Jubiläums sei es eine ganz besondere Woche, die gefeiert werde. Der 64-jährige Petersson, der selbst schon bei Segelwettkämpfen an der Förde teilgenommen hat, würdigte die Kieler Woche als eine der bedeutendsten und herausragendsten Ereignisse in der internationalen Segelszene. Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt, Angelika Volquartz, nutzte die Anwesenheit des Schweden für ein Anliegen in eigener Sache: "Wir brauchen Sie, Sie müssen uns helfen, die Segel-WM 2011 nach Kiel zu holen."

Später am Abend wurde die walisische Rocksängerin Bonnie Tyler auf der Bühne vor dem Rathaus erwartet. Sie eröffnete den Reigen internationaler Musikstars, die bei der Kieler Woche auftreten. In den kommenden Tagen folgen unter anderem Roger Cicero, Sasha, Peter Kraus, Jethro Tull, Kim Wilde, Juli, BAP und die Leningrad Cowboys. Insgesamt sieht das abwechslungsreiche Programm mehr als 1500 Veranstaltungen vor. Bereits am Samstagvormittag öffnete die europaweit einmalige "Titanic"-Ausstellung ihre Pforten. Bis zum 12. August sind in der Kieler Ostseehalle mehr als 300 Fundstücke von Bord der 1912 gesunkenen "Titanic" zu sehen. Einige davon werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Den ganzen Samstag konnten die Besucher zudem Marineschiffe aus verschiedenen Nationen beobachten. Zum "Internationalen Flottentreffen" machten zwei Dutzend Zerstörer, Kreuzer, Freegatten und Korvetten aus zehn Staaten im Marinestützpunkt fest. Zur Verleihung des Weltwirtschaftspreises sind am Sonntagvormittag wichtige Vertreter aus Politik und Wirtschaft ins Institut für Weltwirtschaft (IfW) geladen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Altbundeskanzler Helmut Schmidt, IKEA-Gründer Ingvar Kamprad und Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen.

Kulinarische Vielfalt bietet der "Internationale Markt", bei dem Speisen und Getränke aus mehr als 30 Nationen angeboten werden. Ein Anziehungspunkt für Kinder ist die "Spiellinie", auf der sich Mädchen und Jungen Handwerke ausprobieren und herumtoben dürfen.

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