Überzeugt
Pätzold mit gelungenem WM-Debüt

Nach 16-stündiger Anreise traf Torwart Dimitri Pätzold seine Nationalmannschaftskollegen bei der Eishockey-WM in Moskau. Der gebürtige Kasache überzeugte in seiner WM-Premiere beim wichtigen 5:3-Sieg über Norwegen.

Dimitri Pätzold hatte die größten Probleme auf dem Flughafen. "Ich hatte kein Visum, weil alles so schnell ging. Dann musste ich zwei Stunden warten", berichtete der Torhüter, der nach einer 16-stündigen Odyssee der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland gleich zum Klassenerhalt verhalf. Weil das Einreisepapier fehlte, verpasste der 24-Jährige, von Boston kommend, in Frankfurt den Anschlussflug nach Moskau.

So traf der US-Profi erst 24 Stunden vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Norwegen im Mannschaftshotel Kosmos ein. "Es hat dann ein bisschen gedauert, bis die Beine wieder normal waren. Aber dann ging"s", meinte der Goalie, der nach seinem Play-off-Aus mit den Worcester Sharks in der AHL von seinem Arbeitgeber San Jose für das deutsche Team freigegeben worden war.

Dass er nach dem Ende seiner vierten Saison in Nordamerika erstmals für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei einer WM zwischen den Pfosten stehen würde, hatte der ehemalige Kölner selbst nicht erwartet. "Ich war schon sehr überrascht", gab Pätzold zu, der in der WM-Vorbereitung 2005 das letzte seiner zunächst acht Länderspiele bestritten hatte.

"Das muss man abschütteln"

Partie Nummer neun war seine bislang wichtigste im Nationaltrikot. Zwar machte er bei den drei Gegentoren nicht die beste Figur, am Ende rettete er aber mit einigen guten Paraden den 5:3-Sieg und damit den vorzeitigen Klassenerhalt. "Ich habe mich von den drei Toren in zwei Minuten nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte Pätzold: "Das muss man alles abschütteln."

Für Bundestrainer Uwe Krupp, der zunächst auf Pätzolds Klubkollegen Thomas Greiss spekuliert hatte, stand der Einsatz des US-Goalies nach nur 24 Stunden in Russland überhaupt nicht in Frage. "Wer sich seit vier Jahren in Nordamerika durchbeißt und in der zweitbesten Liga der Welt mit großem Erfolg spielt, ist für uns immer eine Verstärkung", sagte der ehemalige NHL-Star über den NHL-Aspiranten.

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