Ukrainer entlarvt
Neuerlicher Dopingfall aufgedeckt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Österreich hat ihren zweiten Dopingfall binnen 24 Stunden. Der Dopingsünder wurde bereits vom weiteren Verlauf des WM-Turniers ausgeschlossen.

HB WIEN. Der Ukrainer Alexander Pobjedonoszew wurde am Donnerstag vom Eishockey-Weltverband IIHF ausgeschlossen. Bereits am Mittwoch hatte der Weißrusse Zimafei Filin das Turnier verlassen müssen. Laut IIHF wurde bei Pobjedonoszew ebenfalls der Wirkstoff Noradrosteron aus dem anabolen Steroid Nandrolon nachgewiesen. Der Grenzwert war bei Pobjedonoszew um das 15fache überschritten. Beim Weißrussen Filin war es sogar das 250fache gewesen.

Die Ukraine darf aber trotzdem in der Zwischenrunde antreten, für die sie sich am Mittwoch mit einem 2:1-Sieg über Dänemark qualifiziert hatte. Pobjedonoszew war nach der 2:3-Niederlage zum Auftakt gegen Schweden in Innsbruck getestet worden und auch noch beim 1:4 gegen Finnland dabei. Beim Sieg über Dänemark, das nun in der Abstiegsrunde spielen muss, hatte der in Weißrusslands Liga aktive Verteidiger wegen seiner positiven Probe gefehlt.

Filin war am vorigen Samstag beim 1:2 gegen die Slowakei auffällig geworden und wurde am Montag beim 5:0 über Österreich, das ebenfalls in die Relegation muss, nicht mehr eingesetzt. Auch Weißrussland darf in der Zwischenrunde antreten, weil alle Spiele trotzdem mit den erzielten Resultaten gewertet werden.

"So traurig das ist: Es zeigt, dass die IIHF alles dafür tut, Spieler aus dem Turnier zu nehmen, die verbotene Substanzen benutzen. Unser Testsystem wirkt", erklärte IIHF-Präsident René Fasel. Über die Länge der Sperre entscheidet die IIHF erst nach der WM. Der sonst bei den Washington Capitals in der NHL tätige weißrussische Nationaltrainer Glen Hanlon äußerte sich mild über Filin. "Er ist ein Mitglied unserer Familie, und ein Mitglied stößt man nicht aus. Wenn es einen Fehler gemacht hat, erziehen wir es", sagte Hanlon über den 21 Jahre alten Stürmer von Dynamo Minsk.

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