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Ullrich findet Zabel-Abschied "sehr traurig"

Auch Jan Ullrich bedauert den Abgang von seinem langjährigen Teamkollegen Erik Zabel. "Das ist schon sehr traurig", so der T-Mobile-Kapitän nachdem sich der Sprinter einer neuen sportlichen Herausforderung stellen will.

Keinen der Beteiligten lässt die Trennung kalt - nach 13 Jahren wird Erik Zabel das T-Mobile Team zum Saisonende verlassen. Da wurde auch Jan Ullrich ein wenig sentimental. "Das ist schon sehr traurig", meinte der Kapitän des Bonner Rennstalls nachdem der Abschied seines langjährigen Teamkollegen feststand. Bei den Hamburger Cyclassics waren die beiden deutschen Radstars am Sonntag noch einmal Seite an Seite im Magenta-Trikot gefahren .

Neue sportliche Herausforderung

Bis zuletzt hatten Zabel und T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig über eine Vertragsverlängerung verhandelt und schließlich doch keine Einigung erzielt. "Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen", erklärte Zabel, der voraussichtlich einen Drei-Jahres-Vertrag bei der italienischen Mannschaft Domina Vacanze unterschreiben wird. Dort würde er zwar im Schatten von Sprinterkönig Alessandro Petacchi stehen, der von Fassa Bortolo kommen soll, allerdings auf die Tour zu Gunsten Zabels verzichten will.

Denn finanzielle Differenzen sollen nicht ausschlaggebend für die Trennung von T-Mobile gewesen sein, wie Ludwig bestätigte: "Erik lag ein anderes Angebot vor, das ihm nochmals eine neue sportliche Herausforderung bietet." Seine letzten Starts für die Bonner Truppe, bei der seine Profilaufbahn 1993 begann, wird Zabel bei der am Mittwoch beginnenden Benelux-Tour, der Vuelta (27. August bis 18. September) sowie der Straßen-WM in Madrid am 25. September absolvieren.

Drei Jahre bei der Tour mitmischen

Für die wohl letzten drei Jahre seiner Karriere dürfte es dem gebürtigen Berliner vor allem um die Tour de France gegangen sein. Bei T-Mobile wäre für ihn wie schon in diesem Jahr auch künftig kein Platz mehr gewesen: "Da ist alles auf den Kampf ums Gelbe Trikot ausgerichtet", musste Zabel erkennen. Und solange das Team in Ullrich einen potenziellen Siegfahrer für die Große Schleife hat, wird sich das auch nicht ändern. Mit Auftritten bei Eintagesrennen sowie Giro d´Italia und Vuelta wollte sich der 35-Jährige indes nicht begnügen: "Die Tour ist im Radsport doch das Bedeutendste."

Die Neueinkäufe Patrick Sinkewitz (Fulda) und Michael Rogers (Australien) von der belgischen Quick-Step-Mannschaft sowie Thomas Ziegler (Erfurt) vom Team Gerolsteiner können Top-Fahrer wie Zabel und dem Kasachen Alexander Winokurow kaum ersetzen. Weitere "Kracher" sind laut Ludwig auf dem Transfermarkt nicht in Sicht. Dass er damit einen Sparkurs verfolge, dementierte der neue Chef jedoch: "Davon kann keine Rede sein. Ich bin sicher, dass wir im kommenden Jahr wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenhaben werden."

© SID

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