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Ullrich gewinnt Zeitfahren, Leipheimer in Gelb

Jan Ullrich hat das Zeitfahren der diesjährigen Deutschland-Tour gewonnen. In der Gesamtwertung liegt der T-Mobile-Profi mit 31 Sekunden Rückstand auf Levi Leipheimer vom Team Gerolsteiner auf Rang zwei.

Der US-Amerikaner Levi Leipheimer vom Team Gerolsteiner steht vor dem Gewinn der Deutschland-Tour 2005. Der 31 Jahre alte Tour-Sechste behauptete seine Führung auch nach dem Einzelzeitfahren auf der achten und vorletzten Etappe.

Sieger beim Kampf gegen die Uhr über 31,1km von Ludwigshafen nach Weinheim wurde Jan Ullrich (T-Mobile) in 36:56 Minuten. Der Tour-Dritte verbesserte sich damit von Rang fünf auf Platz zwei mit 31 Sekunden Rückstand auf Leipheimer, der in 37:51 Minuten Platz drei belegte.

Ullrich setzte sich auf dem leichten Parcours vor seinem ehemaligen Telekom-Teamkollegen Bobby Julich (USA/CSC) durch. Vierter wurde der Ansbacher Jörg Jaksche (Liberty Seguros), der auch im Gesamtklassement auf dem vierten Rang hinter dem Österreicher Georg Totschnig liegt, der als zweiter Gerolsteiner-Fahrer auf das Podium kommt.

Ullrich: "Kompliment an das Team Gerolsteiner"

"Das war meine letzte Chance, die ich genutzt habe, um die Etappe zu gewinnen. Leider hat es nicht gereicht, um den Rückstand auf Levi Leipheimer komplett aufzuholen. Trotzdem ist das ein großer Erfolg für mich und das Team. Kompliment an das Team Gerolsteiner, das hier sehr stark aufgestellt war", erklärte Ullrich nach seinem Tagessieg.

Ullrich war mit einem Rückstand von 1:26 Minuten auf das Gelbe Trikot als Fünftletzter auf die Strecke gegangen. Bei der ersten Zwischenzeit nach 10km hatte er Leipheimer 13 Sekunden abgenommen, nach gut der Hälfte des Rennens war der Vorsprung auf 26 Sekunden angewachsen. Bei der dritten Zwischenzeit 5,5km vor dem Ziel lag der zweimalige Weltmeister in dieser Disziplin 43 Sekunden vor dem WM-Vierten von 2001, am Schluss 55 Sekunden - zu wenig.

Am Morgen waren die Rivalen den Kurs noch gemeinsam abgefahren. "Das Profil war nicht sehr schwer, da kann auch ein Spezialist wie Jan auf einen anderen guten Zeitfahrer nicht wirklich viel Zeit gut machen", sagte der Berliner Jens Voigt. Der CSC-Fahrer kam als drittbester Deutscher auf den siebten Platz der Tageswertung und hatte letztlich 1:36 Minuten Rückstand auf die Siegerzeit.

Vorjahressieger Patrik Sinkewitz konnte indes nicht an seine Leistung 2004 anknüpfen. Der 24-Jährige aus Fulda, der zur nächsten Saison von der Quickstep-Mannschaft an die Seite von Ullrich ins T-Mobile Team wechselt, verpasste den Sprung aufs Podium diesmal deutlich. "Ich hatte mir mehr vorgenommen, als Sieger des Vorjahres am Ende nur um Platz zehn zu liegen, ist schon etwas enttäuschend", erklärte der Franke.

Damit wird ausgerechnet vor der T-Mobile-Zentrale in Bonn am Dienstag wohl erstmals ein Fahrer von Gerolsteiner zum Sieger der Deutschland-Tour gekürt. Bei den bisherigen sechs Auflagen seit der Wiederbelebung 1999 hatten mit Jens Heppner (1999) und Alexander Winokurow (2000) zweimal Telekom-Profis triumphiert.

© SID

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