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Ullrich gibt sich kämpferisch

Obwohl Jan Ullrich bei der Tour de France in der Gesamtwertung bisher nur den vierten Platz belegt, gibt sich der 31-Jährige weiterhin kämpferisch. "Noch haben wir Paris nicht erreicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Radprofi Jan Ullrich steht nach den schweren Bergetappen der vergangenen Woche bei der Tour de France nur auf dem vierten Rang. Der 31-Jährige ist jedoch nach wie vor optimistisch, am Ende einen Platz auf dem Podium zu erreichen. In einem Interview steht der Tour-Sieger von 1997 Rede und Antwort.

Frage: "Jan Ullrich, nach den letzten schweren Bergetappen liegen Sie auf dem vierten Platz. Ist die Tour bereits entschieden?"

Jan Ullrich: "Noch haben wir Paris nicht erreicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Frage: "Was ist denn in diesem Jahr noch realistisch?"

Ullrich: "Ich träume immer noch vom Podium, soweit weg bin ich nicht. Es kommt noch eine schwere letzte Woche. Vielleicht kann ich noch irgendwo einen Platz gutmachen."

Frage: "Wie groß ist der Frust, erneut gegen Lance Armstrong den Kürzeren gezogen zu haben?"

Ullrich: "Ich bin überhaupt nicht frustriert. Ich bin einfach nur glücklich, nach den zwei Stürzen noch dabei zu sein. Ich hätte auch im Krankenhaus liegen können, und die Tour wäre vorbei gewesen. Früher hat man gesagt: Wer so einen Sturz hat, für den ist die Tour gelaufen."

Frage: "Wäre Lance Armstrong zu schlagen gewesen, wenn Sie nicht die zwei Stürze gehabt hätten?"

Ullrich: "Ganz klar, beide Stürze haben mich behindert. Nach dem Sturz einen Tag vor dem Prolog habe ich mich müde gefühlt. Auch in den Alpen war es nicht einfach. Ich konnte nicht einmal richtig atmen. Angesichts dieser Sachen bin ich ganz zufrieden. Ob ich Armstrong geschlagen hätte, kann ich nicht sagen. Ich wäre aber sicherlich ein Stück besser gewesen."

Frage: "Konzentrieren Sie sich im Kampf um einen Podiumsplatz bereits auf das Zeitfahren am Samstag, um Michael Rasmussen noch abzuhängen?"

Ullrich: "Ich versuche jeden Tag, irgendwo etwas gut zu machen, aber man sollte sich nicht nur auf Rasmussen konzentrieren."

Frage: "Hätten Sie erwartet, dass Rasmussen so stark bei der Tour ist?"

Ullrich: "Überhaupt nicht. Rasmussen hatte ich gar nicht auf meiner Liste stehen. Er ist der Aufsteiger der Tour. Ich hätte eher mit den Spaniern wie Roberto Heras gerechnet."

Frage: "Sehen Sie sich im kommenden Jahr bei der Tour in der Favoritenrolle?"

Ullrich: "An das nächste Jahr denke ich noch gar nicht. Ich denke nur von Tag zu Tag."

© SID

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