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Ullrich gibt sich nach Sturz weiter kämpferisch

Radprofi Jan Ullrich nutzt den Ruhetag bei der diesjährigen Tour de France, um sich vom schweren Sturz auf der neunten Etappe zu erholen. In einem Interview gibt sich der Tour-Sieger von 1997 nach wie vor kämpferisch.

Radprofi Jan Ullrich nutzt einen Tag nach dem schweren Sturz auf der neunten Etappe bei der Tour de France ausgiebig den Ruhetag. Während der 31-Jährige seine Wunden auskuriert, steht er in einem Interview Rede und Antwort.

Frage: "Jan Ullrich, wie geht es Ihnen einen Tag nach dem Sturz auf der neunten Touretappe?"

Jan Ullrich: "Überraschend gut. Nach der Etappe habe ich starke Schmerzen gehabt und konnte mich kaum mehr bewegen. Aber nach der ersten Nacht ging´s schon viel besser. Ich habe noch etwas Probleme beim Atmen, aber ich erwarte, dass zum Etappenstart nach Courchevel alles wieder in Ordnung ist."

Frage: "Gab es einen Moment, in dem Sie an eine Aufgabe gedacht haben?"

Ullrich: "Daran habe ich nicht einen Gedanken verschwendet. Und jetzt, wo ich auf dem Weg der Besserung bin, erst recht nicht."

Frage: "Es war Ihr zweiter schwerer Sturz in zehn Tagen. Fühlen Sie sich nicht vom Pech verfolgt?"

Ullrich: "Eigentlich hatte ich mindestens genauso viel Glück wie Pech, denn es hätte auch viel schlimmer kommen können. Immerhin bin ich noch dabei, darüber kann ich sehr glücklich sein."

Frage: "Haben die Stürze Ihre Zuversicht erschüttert, die Tour in diesem Jahr gewinnen zu können?"

Ullrich: "Überhaupt nicht. Natürlich ist es nicht schön, wenn so etwas passiert, aber die Stürze werden keine große Rolle spielen. Wenn in den Bergen erst die Schmerzen in den Beinen kommen, merkt man die Prellungen in den Rippen nicht mehr."

Frage: "In früheren Jahren hat Lance Armstrong meist die Entscheidung am ersten Berg gesucht. Was erwarten Sie von der Etappe nach Courchevel?"

Ullrich: "Da müssen alle was zeigen, da wird nicht mehr taktiert oder gespielt. Aber Sinn macht nur eine Attacke am Schlussanstieg. Da muss man etwas probieren und versuchen, Armstrongs Mannschaft platt zu fahren."

Frage: "Planen Sie, am Hinterrad von Armstrong zu bleiben oder sieht Ihre Taktik anders aus?"

Ullrich: "Natürlich konzentriere ich mich auf Lance, er ist der Gejagte. Aber wenn ich mich stark genug fühle, werde ich angreifen."

Frage: "Haben Sie außer Armstrong noch andere Fahrer auf der Rechnung?"

Ullrich: "Es sind immer noch dieselben Favoriten wie vor der Tour. Manche haben sich noch zurückgehalten, aber in den Bergen muss man mit ihnen rechnen. Dennoch ist Lance sicher der Erste, auf den man achten muss. Er wird wieder sehr stark sein."

Frage: "Wie ist die Aufgabenverteilung innerhalb des T-Mobile Teams zwischen Ihnen, Alexander Winokurow und Andreas Klöden?"

Ullrich: "Dass wir zu dritt sind, gibt uns zusätzliche taktische Möglichkeiten. Wenn Klödi oder Wino attackieren, muss Lance beiden hinterherfahren, weil beide sehr stark sind."



© SID

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