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Ullrich hofft auf "Heimsieg"

Im sächsischen Altenburg startet heute die Deutschland-Tour, die über 1 530 Kilometer in neun Etappen bis nach Bonn führt. Gute Aussichten auf den Gesamtsieg hat dabei T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich.

Drei Wochen nach seinem dritten Platz bei der Frankreich-Rundfahrt geht Jan Ullrich bei der heute im sächsischen Altenburg beginnenden Deutschland-Tour (15. bis 23. August) erstmals seit Jahren wieder als Topfavorit an den Start eines Etappenrennens. Nach dem Rücktritt des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong und durch den neuen Renntermin im August sind die Aussichten des T-Mobile-Kapitäns auf seinen insgesamt fünften Rundfahrt-Erfolg trotz einer leichten Erkältung so gut wie lange nicht. Von Altenburg geht es in neun Etappen über nahezu 1530km bis Bonn.

"Der Erfolg fehlt mir noch"

Den "Heimsieg" bei der Deutschland-Tour, die durch die Zugehörigkeit zur Elite-Serie des Weltverbandes UCI (Protour) in diesem Jahr aufgewertet wurde, möchte Ullrich seiner Erfolgsbilanz unbedingt hinzufügen. "Das wäre ein sehr schöner Erfolg, der fehlt mir noch", sagt der 31-Jährige, der neben mehr als 50 Tagessiegen in seiner Karriere die Etappenrennen Regio-Tour (1996), Tour de France (1997), Vuelta Espana (1999) und Tour de Suisse (2004) gewann. "Ich habe mir zum Ziel gesetzt, einmal bei allen großen Rundfahrten erfolgreich zu sein. Giro d´Italia und Deutschland-Tour fehlen mir noch."

Anders als bei seinen vier bisherigen Starts (1999, 2000, 2003, 2004) will Ullrich bei der siebten Auflage der 1999 neu gestarteten Rundfahrt diesmal aufs Ganze gehen. "Es ist kein Rennen mehr, mit dem ich mich auf die Tour vorbereite. Das heißt, ich muss nicht dosiert fahren, sondern kann mein Bestes geben", so der gebürtige Rostocker, der sich zuvor noch beim Traditionsrennen "Rund um die Hainleite" am Samstag in Erfurt einrollt.

Die Verlegung der neuntägigen Rundfahrt von Anfang Juni auf Mitte August kommt Ullrich noch aus einem anderen Grund entgegen: "Für mich ist der Termin besser. So kurz nach der Tour ist meine Form normalerweise sehr gut." Zudem hat er die Unterstützung eines starken Teams, für das der sportliche Leiter Marion Kummer neben dem Kapitän fünf weitere Tourstarter nominiert hat.

Abschied von Winokurow

Wohl ein letztes Mal an Ullrichs Seite fährt der Tour-Fünfte Alexander Winokurow (Kasachstan), der T-Mobile am Saisonende in Richtung Liberty Seguros (Spanien) verlässt: "Ich habe "Wino" seit der Tour nicht mehr gesehen und weiß nicht, wie gut seine Form noch ist", so Ullrich über den Teamkollegen, der das Rennen 2001 schon einmal gewann.

Einen Podestplatz peilt derweil das Team Gerolsteiner an, das in Levi Leipheimer (USA) und Georg Totschnig (Österreich) ebenfalls seine beiden besten Tour-Fahrer ins Rennen schickt. "An den Gesamtsieg denke ich eigentlich nicht. Wenn es für das Podium reicht, wäre das großartig", sagt Teamchef Hans-Michael Holczer.

© SID

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