Ullrich: „Ich gebe nicht auf“
Armstrong zertrümmert die Konkurrenz

Jens Voigt hat sein Gelbes Trikot verloren und Jan Ullrich wahrscheinlich die Tour: „Dominator“ Lance Armstrong hat schon auf der ersten Alpen-Etappe für eine Vorentscheidung gesorgt und die Konkurrenten abgehängt.

HB COURCHEVAL. Sieger der ersten Alpen-Etappe wurde zwar Alejandro Valverde. Nach 178,5 km der verkürzten Etappe zwischen Grenoble und Courchevel setzte sich der Spanier bei der Bergankunft in 4:50:35 Stunden im Schlussspurt vor Armstrong durch.

Der große Gewinner war aber der Rekordsieger aus Texas, der zum großen schlag ausholte. Auf der 10. Etappe eroberte er auf seiner Abschieds-Tour das Leader-Trikot zurück und ließ keinen Zweifel am künftigen Gesamtsieger.Auf der Strecke blieb das komplette T-Mobile-Trio Jan Ullrich, Andreas Klöden und Alexander Winokurow. Auch der Vorjahresdritte Ivan Basso (Italien) verlor 1:01 Minuten und weist im Gesamtklassement jetzt einen Rückstand von 2:40 Minuten auf Armstrong auf. Der durch zwei Stürze angeschlagene Ullrich kam 2:17 Minuten nach Armstrongs ins Ziel, Klöden zwei Sekunden schneller.

Der durch zwei Stürze angeschlagene Ullrich kam 2:16 Minuten nach Armstrongs ins Ziel, Klöden zwei Sekunden vor ihm. Winokurow ging mit 5:18 Minuten Rückstand unter und kann alle Hoffnungen auf einen erträumten Toursieg begraben. "Die Sturzfolgen haben mich ein bisschen gehandicapt, aber auch ohne den Unfall wäre der Rückstand heute sicher nicht geringer gewesen. Immerhin war es kein Rieseneinbruch. Auch im Vorjahr bin ich bei der Tour zum Schluss immer stärker geworden - Ich gebe nicht auf", sagte Ullrich im Ziel auf 2000 Meter Höhe.

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Nur ein Fahrer konnte letztlich dem unerbittlichen Tempo-Diktat Armstrongs auf den letzten zwölf Kilometer Paroli bieten: Tour-Neuling Alejandro Valverde wurde für seine Stärke mit dem Etappensieg in Courchevel belohnt. "Wir haben heute die Zukunft des Radsports gesehen", lobte Armstrong den Spanier, bei dem er sich im Ziel mit einem Handschlag für die Kolaboration bedankte. Zusammen mit Valverde hatte Armstrong auf den letzten Metern Mikael Rasmussen (Dänemark) und Francesco Mancebo (Spanien) stehen lassen.

Wegen angekündigter Proteste von Bauern, die gegen den Artenschutz von Wölfen zu Felde ziehen, wurde der Start nach Brignoud verlegt. Damit verkürzte sich der 10. Tagesabschnitt um 11,5 auf 181 Kilometer. Armstrong liegt jetzt im der Gesamtwertung 38 Sekunden vor dem dänischen Spitzenreiter in der Bergwertung, Rasmussen und Basso. Ullrich hat als Achter vor der 11. Etappe 4:02 Minuten Rückstand, der Amerikaner Levy Leipheimer von Gerolsteiner als sechster 3:58. "Das war heute ein großer Tag für unser Team und mich", sagte Armstrong, der den Champagner aber noch nicht köpfen will: "Es liegt noch viel vor uns - wir haben eine gute Position. Ich glaube, T-Mobile ist noch nicht fertig".

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