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Ullrich will "König von Deutschland" werden

Nach dem mäßigen Abschneiden bei der Tour de France möchte Jan Ullrich zumindest in heimischen Gefilden das Maß aller Dinge bleiben. Bei der Deutschland-Tour geht der T-Mobile-Profi aber stark verschnupft an den Start.

Das Gefühl, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, möchte Jan Ullrich bei der Deutschland-Tour endlich wieder genießen können. Trotz einer leichten Erkältung will der T-Mobile-Kapitän seinen ersten Erfolg beim wichtigsten deutschen Protour-Rennen einfahren. "Für mich ist ganz klar, dass ich um den Sieg kämpfen will", erklärte der 31-Jährige vor der Neun-Etappen-Fahrt über 1530km von Altenburg nach Bonn (15. bis 23. August).

In der Vorbereitung auf die schwere Rundfahrt durch den Thüringer Wald, die bayerischen und österreichischen Alpen und den Schwarzwald zog sich Ullrich beim nasskalten Wetter der vergangenen Tage eine Erkältung zu und musste mit Antibiotika behandelt werden. Bei der 80. Auflage des Traditionsrennens "Rund um die Hainleite" in Erfurt konnte sich der Tour-de-France-Dritte ungewollt schonen, als das Hauptfeld nach 145 von 183,9km von einer Spitzengruppe überrundet und daher aus dem Rennen genommen wurde. "Bis dahin lief´s für Jan trotz der Erkältung ganz gut", erklärte T-Mobile-Sportchef Mario Kummer.

Motiviert ist der Toursieger von 1997, der in dieser Saison bislang einen Protour-Sieg beim Zeitfahren der Tour de Suisse verzeichnen konnte, allemal: "Ich freue mich riesig auf das Rennen und die unglaublich vielen radsportbegeisterten Zuschauer. Die Deutschland-Tour ist für T-Mobile Ehre und Verpflichtung zugleich. Ich hoffe, dass ich gute Beine habe."

Grabsch zwischen Lust und Frust

Aus einem anderen Grund hoch motiviert zeigte sich beim Hainleite-Rennen der siegreiche Wittenberger Bert Grabsch. "Ich war stocksauer, als ich vor ein paar Tagen erfahren habe, dass ich nicht zum WM-Aufgebot gehöre - wahrscheinlich, weil ich für ein ausländisches Team fahre. Bei den Cyclassics in Hamburg war ich als Zehnter bester Deutscher, was aber offensichtlich niemand richtig wahrgenommen hat", erklärte der 30-Jährige vom Schweizer Phonak-Team.

Seinen Frust konnte Grabsch immerhin für den Tagessieg nutzen. Im Schlussspurt verwies er den Erfurter Lokalmatador Thomas Ziegler vom Team Gerolsteiner auf den zweiten Rang. Zu diesem Zeitpunkt war das Gros der Fahrer schon nicht mehr im Rennen, nachdem das Peloton an einer geschlossenen Bahnschranke 18 Minuten auf die Ausreißer verloren hatte.

Zaballa gewinnt in San Sebastian

Den Sieg bei der 25. Rad-Fernfahrt "Clasica San Sebastian" holte sich unterdessen der Spanier Constantino Zaballa, während die mit großen Hoffnungen gestarteten Gerolsteiner-Asse Levi Leipheimer (USA) und Davide Rebellin (Italien) nicht zum Zug kamen. Die lange in der Spitzengruppe fahrenden Routiniers konnten sich am Ende des 20. von 27 Rennen der Protour-Saison nicht in den "Top 10" platzieren.

Nach 227km mit Start und Ziel in San Sebastian gewann Zaballa vom spanischen Rennstall Saunier Duval vor seinem Landsmann und Teamkollegen Joaquin Rodriguez.

© SID

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