Umfrage in Deutschland
Armstrong-Comeback wäre Fluch für Radsport

Lance Armstrongs Rückkehr in den Rennsattel stößt in Deutschland auf tiefes Misstrauen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Das Comeback von Lance Armstrong ruft in Deutschland tiefes Misstrauen hervor. Beinahe zwei von drei Bundesbürgern bezeichnen in einer repräsentativen Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) durch das Dortmunder Marktforschungsinstitut promit die Rückkehr des umstrittenen Tour-Rekordsiegers in den Rennsattel als Fluch für die ohnehin von Doping-Skandalen gebeutelte Sportart.

Lediglich 23,2 Prozent der insgesamt 1 196 Befragten erachten den Angriff des in seiner ersten Karriere unter dringenden Dopingverdacht geratenen Texaners auf den achten Triumph bei der Tour de France noch als einen Segen für den Radsport.

Die klare Ablehnung der Deutschen von Leistungsmanipulationen machen auch die Werte bei der Frage nach angemessenen Strafen für Dopingsünder deutlich. 69,1 Prozent befürworten im Falle von Dopingvergehen lebenslange Sperren.

Formel-1-Shootingstar Vettel mit großer Zukunft

Eine große Zukunft wird Formel-1-Shootingstar Sebastian Vettel zugetraut. Für 62,3 Prozent hat der 21-Jahre alte Heppenheimer nach dem Sensationssieg in Monza das "Zeug zum neuen Michael Schumacher". 41,6 Prozent würden Vettel gerne im Mercedes um WM-Punkte fahren sehen, und 27,9 Prozent in einem BMW - Rennautos, in denen der Toro-Rosso-Pilot um die WM fahren könnte.

Anders als Vettels Triumph haben die Olympischen Spiele in Peking kaum nachhaltige Wirkung bei den Deutschen hinterlassen. Sprachen sich vor den Wettbewerben in China noch 81,1 Prozent für eine Bewerbung Deutschlands um Sommerspiele aus, wollten rund einen Monat nach dem Spektakel sogar 3,1 Prozent weniger eine deutsche Stadt erstmals seit München 1972 als Olympia-Gastgeber sehen.

Überraschend erscheint vor diesem Hintergrund der gestiegene Zuspruch für Münchens Bewerbung um die Winterspiele 2018. 61,0 Prozent Zustimmung bedeuten ein leichtes Plus von fast einem Prozent, während die Zahl der Gegner von Winterspielen in Deutschland um 1,5 Prozent auf 36,8 Prozent abnahm.

Zutrauen in Rekordmeister Bayern München schwindet

Abgenommen hat auch das Zutrauen in den deutschen Meister Bayern München. Nach den ersten Anzeichen von Problemen beim Rekordchampion erwarten nur noch 59,9 Prozent vom Team des früheren Bundestrainers Jürgen Klinsmann eine erfolgreiche Verteidigung der Meisterschale, nachdem vor Saisonbeginn noch 63,3 Prozent auf einen erneuten Titelgewinn der Bayern getippt hatten.

Der Verlauf der Auftaktphase in der neuen Saison der Bundesliga spiegelt sich auch in der Frage nach den Absteigern wider. Dem überraschend starken Neuling 1 899 Hoffenheim prophezeien nur 12,1 Prozent den direkten Absturz ins Unterhaus, während Hoffenheim vor dem ersten Punktspiel bei 28,2 Prozent als Absteiger Nummer drei hinter Energie Cottbus (45,3 Prozent) und Arminia Bielefeld (31,1) gegolten hatte.

© SID

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