Ungestillter Erfolgshunger
Heiß auf den nächsten Titel

Auch nach sieben Weltmeisterschaften scheint der Erfolgshunger von Formel-1-Champion Michael Schumacher noch nicht gestillt. Nach insgesamt 83 Grand-Prix-Siegen und etlichen anderen Formel-1-Rekorden scheint der 36-Jährige so motiviert wie am Anfang seiner Karriere und hat schon den nächsten Titel fest im Visir.

HB HAMBURG. Mit dem Elan und der Begeisterung der Jugend hat er sich in die Vorbereitung auf sein 15. Jahr in der Formel 1 gestürzt und sein Team mitgerissen. "Wir haben alle Voraussetzungen dafür, auch dieses Jahr wieder um die Titel zu kämpfen - und wir sind jetzt schon heiß darauf", sagte der Ferrari - Pilot.

Ans Aufhören denkt Schumacher noch lange nicht. Sein Vertrag mit Ferrari läuft noch bis 2006, doch kündigte er schon zum Schrecken seiner zumeist weit jüngeren Konkurrenz an: "Es ist kein Ende abzusehen." Längerfristige Verträge wird er nach 2006 aber nicht mehr schließen. "In meinem Alter macht man das nicht mehr", hatte der älteste Formel-1-Fahrer im Feld schon zu Beginn des Jahres gesagt. "Liebe und Hass" hätten sein Verhältnis zum Rennsport geprägt, "aber ich liebe ihn inzwischen viel mehr als zu Beginn meiner Laufbahn".

Schumacher weiß, dass die Rivalen auf Fehler von ihm lauern und ihn jagen werden. Mit einer "Spazierfahrt" wie im vergangenen Jahr bei seinem siebten WM-Titel rechnet er in dieser Saison daher nicht. "Es wird dieses Mal enger und härter, weil die anderen besser vorbereitet sein werden", prophezeit Schumacher, der in den ersten Rennen mit einem modifizierten Modell seines vorjährigen WM-Autos F2004 antritt.

Doch gerade harte Kämpfe gefallen Schumacher und reizen ihn. Der Spaß muss bei ihm im Vordergrund stehen. Nur wenn er nicht mehr konkurrenzfähig sein würde, wäre ein baldiger Rücktritt möglich, hat er einmal gesagt. Aber danach sieht es noch lange nicht aus. Formel- 1-Chef Bernie Ecclestone traut seinem prominentesten Artisten im PS- Zirkus sogar zu, in den kommenden zwei Jahren den 100. Grand-Prix- Sieg zu feiern.

Wichtiger als der Rennsport ist für Schumacher die Familie. Des Geldes wegen braucht der Multimillionär ohnehin nicht mehr in ein Cockpit zu steigen. Sein Jahressalär wird auf 35 Mill. ? geschätzt - auch dies ein Formel-1-Rekord.

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