Unverständnis bei vielen Sportlern
Augenentzündung bedroht Vogl WM-Start

Weiteres Verletzungspech für die deutschen Skirennfahrer. Bei den alpinen Weltmeisterschaften in Bormio muss Weltcup-Sieger Alois Vogl wegen einer Verletzung am rechten Auge mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Start im Slalom am Samstag verzichten.

HB BORMIO. Das teilte Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch am Mittwochabend mit. "Es ist eine Entzündung der Iris. Ohne Behandlung kann es gefährlich sein", sagte der Mediziner. Vogl war nach seinem überraschenden Erfolg im Januar in Wengen praktisch der einzige verbliebene Medaillenkandidat des Deutschen Skiverbandes für die Titelkämpfe in Italien.

Regina Häusl (Schneizlreuth) zog sich zudem im Training am Mittwoch in Lenggries den zweiten Kreuzbandriss innerhalb eines Jahres zu. Die 31-Jährige hatte sich jedoch nicht für die WM qualifizieren können.

Vogl wird derzeit im bayerischen Deggendorf von einem Augenarzt behandelt. Die endgültige Entscheidung über einen Start des 32- Jährigen soll am Freitag fallen. "Die Chance ist nur knapp über null", sagte Münch. Vogl war neben dem Slalom auch für einen Start im abschließenden Teamwettbewerb am Sonntag vorgesehen. Vor der WM hatte sich schon die große Medaillenhoffnung Maria Riesch einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei der WM erlitt Isabelle Huber die gleiche Verletzung. Martina Ertl konnte nach einem Sturz nur geschwächt durch eine Gehirnerschütterung in Kombination und Riesenslalom starten.

Am Mittwoch hatten alle Athleten in Bormio ungewollt einen Ruhetag einlegen müssen. Die Absage des Herren-Riesenslaloms hatte ein Jahr vor Olympia in Turin erneut ein schlechtes Licht auf Wintersportveranstaltungen in Italien geworfen. Wegen eines Streiks beim staatlichen Fernsehsender RAI fiel erstmals in der WM-Geschichte ein Rennen aus, weil die verantwortliche TV-Anstalt die Übertragung nicht sicherstellen konnte. "Das ist unangenehm, vor allem im Hinblick auf Turin", sagte Gian-Franco Kasper, der Präsident des Ski- Weltverbandes FIS. Das Rennen wird nun mit 24 Stunden Verspätung am Donnerstag (09.30/13.30 Uhr) ausgetragen.

Trotz besten Wetters mussten die Athleten eine halbe Stunde vor dem Start unverrichteter Dinge abseits der "Stelvio"-Piste wieder hinabfahren. Im Zielraum kam es kurz nach der Absage zu Protesten einiger Zuschauer, die Leuchtraketen auf die Piste schossen und durch Polizisten beruhigt werden mussten. "Ich bin enttäuscht, wütend und frustriert. Alles war bereitet, 156 Athleten wollten fahren, Fan- Clubs waren extra für dieses Rennen angereist", sagte FIS- Generalsekretärin Sarah Lewis.

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