US-Eishockey
NHL-Superstar Sidney Crosby feiert traumhaftes Comeback

Nach elfmonatiger Pause kehrt der bestbezahlte Star der amerikanischen Eishockey-Profiliga NHL mit zwei Toren und zwei Assists aufs Eis zurück. Die Debatte um Gehirnerschütterungen und Attacken auf den Kopf werfen aber weiter einen Schatten auf die Liga.
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OttawaDie Frage, ob er jemals wieder der „alte“ Sidney Crosby sein wird, hat der 24-jährige vorerst eindrucksvoll beantwortet: Nach einer fast elfmonatigen Pause, zu der ihn eine Gehirnerschütterung gezwungen hatte, stand Crosby am Montagabend (Ortszeit) beim Spiel seiner Pittsburgh Penguins gegen die New York Islanders erstmals wieder auf dem Eis.

Er war, wie Kommentatoren anmerkten, „schockierend gut“. Mit zwei Toren und zwei Assists war er beim 5:0 der Penguins der überragende Spieler, technisch perfekt, sprintstark, torgefährlich wie vor seiner Zwangspause.

Es klang fast wie die langersehnte Rückkehr eines Heilsbringers: „The Return of Sidney Crosby“, feierten die Medien das erste Spiel des NHL-Superstars, und der kanadische Rundfunk CBC übertrug in einer Sondersendung von „Hockey Night in Canada“ das Spiel live aus Pittsburgh.

Nachdem die Penguins am Sonntag bekanntgegeben hatten, dass Crosby erstmals seit dem 5. Januar – nach 320 Tagen –  wieder spielen wird, hatte ein Medienansturm eingesetzt, der den Clubs zwang, zwei Pressekonferenzen mit Crosby zu veranstalten. Als die Nr. 87 mit dem Kapitäns-C kurz nach 19 Uhr im Spotlight das Eis betrat, brandete tosender Jubel der 18.571 Fans im Consol Energy Center auf. Tausende hielten das Namenschild „Sid“ in die Höhe. Die NHL hatte ihren besten Spieler wieder.

Er freue sich, wieder dabei zu sein, hatte er vor dem Spiel gesagt, und dass er versuchen müsse, „diese Dinge“ hinter sich bringen, und meinte damit wohl die ersten schweren Checks, die zeigen würden, ob er tatsächlich wieder 100-prozentig genesen ist. Aber all das war nach wenigen Minuten vergessen.

„Von seinem ersten Einsatz an hat er das Spiel übernommen“, sagte später sein Teamkamerad Steve Sullivan, und Crosby meinte: „Es machte viel Spaß.“ Tore und Vorlagen seien toll, aber „Hauptsache war die Freude zu spielen.“

Und die hatte er. In der sechsten Spielminute angelte er sich in der neutralen Zone den Puck, steuerte auf das Tor der Islanders zu und setzte sich gegen drei Gegenspieler durch. Torwart Anders Nilsson war gegen den Schuss in den rechten oberen Winkel machtlos.

Crosbys Jubel war auch ein Befreiungsschrei: Ja, ich kanns noch. Zehn Minuten später lieferte er eine Vorlage zum 2:0 durch Brooks Orpik und zu Beginn des zweiten Drittels eine weitere zu Jewgeni Malkins Treffer zum 3:0. Nachdem Sullivan die Penguins mit vier Toren in Führung geschossen hatte, krönte Crosby seine Leistung im Schlussdrittel mit seinem zweiten Tor.

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