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US-Golfer Mickelson triumphiert in Springfield

Golfprofi Phil Mickelson hat seinen zweiten Erfolg bei einem Major-Turnier gefeiert. Der US-Amerikaner entschied die 87. US-PGA-Championship mit nur einem Schlag Vorsprung auf Steve Elkington und Thomas Björn für sich.

Hauchdünn mit nur einem Schlag Vorsprung hat sich US-Golfer Phil Mickelson den zweiten Major-Erfolg seiner Profikarriere gesichert. Der 35-Jährige, der im vergangenen Jahr die US Masters gewonnen hatte, feierte den Turniersieg bei der 87. US-PGA-Championship in Springfield/New Jersey. Mickelson setzte sich nach einem Birdie am Schlussloch mit 276 Schlägen vor dem Australier Steve Elkington und dem Dänen Thomas Björn (beide 277) durch.

Nach einem Birdie am Schlussloch und insgesamt 276 Schlägen konnte der 35 Jahre alte Publikumsliebling nach vier schweren Runden auf dem Par-70-Kurs im Baltusrol Golf Club jubeln. Der Däne Thomas Björn verpasste hingegen den ersten Major-Erfolg eines Europäers seit 1999 (der Schotte Paul Lawrie bei der British Open) nur um einen Schlag.

1,17 Mill. Dollar als Prämie

Als Lohn erhielt Phil Mickelson die begehrte Wanamaker Trophy und einen Scheck über 1,17 Mill. Dollar. Auf dem Grün nahm Mickelson wie schon im Vorjahr in Augusta seine drei Töchter sowie Ehefrau Amy freudestrahlend in die Arme.

"Das war eine unglaubliche Woche. Als ich am Schlussloch meinen zweiten Schlag spielte, wusste ich, dass ich ein Birdie spielen muss. Das ist mir gelungen. Ich bin überglücklich", erklärte der Sieger.

Der Anhausener Bernhard Langer, der nach Runde eins Siebter war und am zweiten Tag zwischenzeitlich sogar auf Platz zwei gelegen hatte, konnte seine Runde am Sonntag mit einer 75, seiner schlechtesten Turnierrunde, beenden und belegte mit 217 Schlägen (sieben über Par) den geteilten 47. Platz. "Ich war am Ende etwas müde. Es waren vier anstrengende Tage", sagte der 47-Jährige. Der an Rücken und Hand verletzte Münchner Alex Cejka war um einen Schlag am Cut (144 Schläge) gescheitert.

Woods konnte nicht mehr in die Entscheidung eingreifen

US-Superstar Tiger Woods hatte am Montag vergeblich darauf gehofft, dass er nach seiner Aufholjagd am Sonntag mit einer 68er-Runde doch noch in die Entscheidung eingreifen könne. Dazu hätten seine vor ihm platzierten Konkurrenten jedoch Schläge verlieren müssen.

Dennoch war die Vorstellung des 29-jährigen Kaliforniers beeindruckend. Nach einem verpatzten Start mit 75 Schlägen musste er am zweiten Tag bis zum 18. Loch um den Cut bangen, ehe er dies mit einem Birdie perfekt machte. Mit einer 66 und der 68 rollte Woods das Feld von hinten auf, doch der elfte Major-Sieg seiner Karriere und der dritte in diesem Jahr nach dem US Masters und der British Open blieb ihm letztlich doch versagt. Titelverteidiger Vijay Singh (Fidschi) musste sich mit vier Schlägen Rückstand auf Mickelson mit dem geteilten zehnten Platz zufrieden geben.

Nachdem Phil Mickelson im vergangenen Jahr in Augusta mit dem Erfolg beim Masters im 48. Anlauf endlich sein erstes Major in der Tasche hatte, war der Knoten geplatzt. In der Vergangenheit oftmals an seinem schwachen Nervenkostüm in entscheidenden Situationen gescheitert, behielt er in Springfield trotz der frenetischen Unterstützung des Publikums kühlen Kopf und puttete den Ball auf dem 18. Grün nach einem gekonnten Chip aus dem Rough souverän zum Birdie ins Loch.

Seine Rivalen Steve Elkington und Thomas Björn hatten sich die Szene im Klubhaus am Fernseher angeschaut und insgeheim darauf gehofft, dass Mickelson die Kugel daneben schiebt. Elkington und Björn hatten es allerdings an der 18 selbst verpasst, mit Birdies frühzeitig den Weg ins Stechen über drei Löcher zu ebnen.

© SID

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