US-Nationaltrainer entlassen
Kein Turin-Ticket nach Sex-Vorwürfen

Der amerikanische Skeleton-Nationaltrainer Tim Nardiello wird die Olympischen Winterspiele nur am Fernseher verfolgen können. Einige seiner Athletinnen hatten schwere Vorwürfe erhoben, der Verband zog daraufhin Konsequenzen.

HB TURIN. Der Bob- und Skeletonverband der USA (USBSF) hat Skeleton-Nationaltrainer Tim Nardiello nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung entlassen. Nardiello war bereits vor zwei Wochen vom amerikanischen Nationalen Olympischen Komitee (USOC) von den Olympischen Winterspielen in Turin ausgeschlossen worden. Olympiasiegerin Tristan Gale und Teamkollegin Felicia Canfield hatten dem 45-Jährigen vorgeworfen, sich verbal und körperlich unsittlich verhalten zu haben.

Das USOC verweigerte Coach nach einer Untersuchung die Teilnahme. "Wir glauben, dass das Verhalten von Herrn Nardiello für einen Trainer unserer Olympia-Auswahl nicht akzeptabel ist", sagte USOC- Präsident Jim Shea.

Nardiello soll sich gegenüber mehreren Fahrerinnen unsittlich verhalten haben. Das nationale Sportgericht hatte bei eigenen Ermittlungen jedoch keine Beweise gefunden, die den Tatbestand der sexuellen Belästigung belegt hätten. Am 31. Dezember war Nardiello bereits vom nationalen Verband USBSF auf Grund der Anschuldigungen suspendiert worden. Die Suspendierung wurde zwischenzeitlich auf Grund fehlender Beweise aufgehoben.

Die USOC verweigerte dann Nardiello nach eigenen Ermittlungen das Turin-Ticket. Zudem übte Shea scharfe Kritik an der Vorgehensweise des Fachverbandes. "Man hätte andere Schritte unternehmen können, um diese Situation anzusprechen und zu beheben", sagte er. "Jetzt müssen sich die Athleten während der Olympia-Vorbereitung mit unnötigen Störungen herumschlagen und das ist nicht akzeptabel.

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