sonstige Sportarten
USA wittern Verschwörung gegen Armstrong

Die Fronten im Fall Lance Armstrong zwischen den USA und Frankreich verhärten sich. Vor allem in dessen texanischer Heimat vermutet man eine Verschwörung gegen den siebenmaligen Tour-Sieger.

Die USA stehen zu ihrem Superstar und vermuten eine französische Verschwörung im Fall Lance Armstrong, die Diskussionen unter Experten und Radsportfans um den siebenmaligen Tour-Sieger reißen nicht ab. Zumindest in Armstrongs Heimat Texas glauben viele an dessen Unschuld.

Abstimmung über mögliche Reaktion

"Schaut euch doch die Fakten an. Die Franzosen stört es nicht, wenn wir ihren Wein kaufen. Aber abgesehen davon scheren sie sich keinen Deut um uns", schreibt die Tageszeitung USA Today: "Sie konnten nie akzeptieren, dass ihr Juwel, die Tour de France, von einem Amerikaner dominiert wird." Das Blatt startete sogar eine Abstimmung darüber, wie Armstrong auf die Vorwürfe reagieren solle. Die Vorschläge reichen von "Komm wieder zurück und gewinn die Tour noch einmal" bis "Schicke ihnen eine Ladung saure Weintrauben".

Die französische Sporttageszeitung L´Equipe hatte den Zusammenhang zwischen den positiven Epo-Proben aus dem Jahr von Armstrongs erstem Toursieg 1999 in einem Pariser Labor und dem Rekordfahrer anhand offizieller Unterlagen hergestellt. Auch Armstrong selbst hatte sein ohnehin schlechtes Ansehen bei den Franzosen in der populären US-Talkshow Larry King für die "Hexenjagd" gegen ihn mitverantwortlich gemacht.

Holczer: "Neue Dimension der Abschreckung"

Als "Bruch im goldenen Sockel" Armstrongs bezeichnete Hans-Michael Holczer, Teamchef beim deutschen Gerolsteiner-Rennstall, die Enthüllungen um eine positive Epo-Probe Armstrongs aus dem Jahr seines ersten Tour-Sieges 1999. "Die Aufdeckungen sprechen für den Radsport und gegen die Theorie, es gebe bei uns eine Verbrüderung von Dopingvertuschern. Wir haben eine neue Dimension der Abschreckung erreicht", sagte Holczer der Stuttgarter Zeitung.

© SID

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