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Uschi Disl zwischen DM, Olympia und Kinderwunsch

Ob die kommende ihre letzte Saison sein wird, weiß Uschi Disl noch nicht so recht. Die Biathlon-Weltmeisterin trumpfte bei der DM in Ruhpolding schon wieder groß auf, während die Herren vor Personalproblemen stehen.

Beliebt ist sie, bekannt mittlerweile auch, erfolgreich sowieso: Und dennoch weiß Biathlon-Erfolgsdame Uschi Disl nicht so recht, wie es weitergeht. Bei den Deutschen Meisterschaften zeigte Disl der Konkurrenz zwar schon wieder die Sporen, sieht sich aber gleichzeitig hartnäckigen Rücktrittsgerüchten ausgesetzt.

"Ich freue mich auf einen friedlichen, ruhigen und hoffentlich erfolgreichen Winter. Es wird sicher mein letzter Olympia-Winter sein", meinte die in Ruhpolding zur neuen deutschen Sprint-Meisterin gekürte Uschi Disl. Zugleich drohte die fast 35-Jährige ihrer Konkurrenz an: "Ob es generell meine letzte Saison sein wird, ist damit nicht gesagt. Das werde ich erst im Frühjahr entscheiden."

Uschi Disls Kinderwunsch

Angesichts der nach ihren beiden Weltmeister-Titeln von Hochfilzen (Sprint und Jagdrennen) erheblich gestiegenen Sponsoren-Einnahmen und der bereits lange vor dem Saisonstart im November in Norwegen nachgewiesenen sportlichen Klasse sieht Bundestrainer Uwe Müssiggang für seine langjährige Paradeläuferin keinen Handlungsbedarf: "Klar will die Uschi sich ihren Kinderwunsch erfüllen. Aber das muss doch noch nicht im nächsten Jahr sein."

Disl gewann den Sprint in Ruhpolding sogar mit fehlerfreier Schießleistung vor Simone Denkinger (Gosheim) und Martina Glagow (Mittenwald). Die drehte im Jagdrennen den Spieß um und verwies Denkinger und Disl (zwei Fehler beim letzten Schießen kosteten den erneuten Sieg) knapp auf die nächsten Plätze. Die bei der WM im März mit Rippenfell-Entzündung ausgefallene Glagow war zufrieden: "Ich habe den ganzen Sommer gut trainiert, hatte noch nicht mal einen Schnupfen. Das hat es noch nie gegeben."

Vierter Mann gesucht

Bei den Herren hatte sich Bundestrainer Frank Ullrich vor der DM darum gesorgt, wer hinter seinen drei Assen Michael Greis (Nesselwang), Ricco Groß (Ruhpolding) und Sven Fischer (Oberhof/fehlte wegen eines ausgekugelten Daumens) zur Nummer vier und damit in die Olympia-Staffel aufrückt. "Einige Leute haben gute Ansätze gezeigt, aber es fehlt an Konstanz. Es wird ganz schwer, einen vierten Mann aufzubauen", vermutete der Coach.

Mit seinen souveränen Siegen in Sprint und Jagdrennen (jeweils vor Greis und dem Altenberger Michael Rösch) hat sich Andreas Birnbacher (Schleching) nun frühzeitig in Position gebracht. "Mich freut es riesig, zumal hier viele Fans von mir dabei waren", meinte der ehemalige Junioren-Weltmeister: "So ein Meistertitel ist schon mehr als nur eine Standort-Bestimmung."

Die Biathlon-DM wird in der kommenden Woche mit den Rennen in Altenberg (20./21. September, Einzel und Mixed-Staffel) und Oberhof (24./25., Massenstart und Länderstaffel) fortgesetzt.

© SID

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