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Venus Williams triumphiert im Marathon-Endspiel

Durch einen 4:6, 7:6 (7:4), 9:7-Sieg im Rekordendspiel gegen ihre Landsfrau Lindsay Davenport hat sich die US-Amerikanerin Venus Williams den Titel bei den 119. All England Championships in Wimbledon gesichert.

Bei den 119. All England Championships in Wimbledon konnte Venus Williams vier Jahre nach ihrem letzten Triumph wieder den Turniersieg feiern. In einem dramatischen US-Rekordendspiel setzte sich die ehemalige Weltranglistenerste mit 4:6, 7:6 (7:4), 9:7 gegen Lindsay Davenport durch, die einen Matchball vergab und am Ende körperlich nicht mehr mithalten konnte. Mit einer Spielzeit von 2:44 Stunden war das Endspiel das längste Damen-Finale in der Wimbledongeschichte.

Fünfter Grand-Slam-Sieg

Williams krönte damit ihr Comeback mit dem bedeutendsten Tennis-Titel der Welt und ihrem insgesamt fünften Grand-Slam-Sieg. "Ich danke Gott, dass ich gesund geblieben bin und dass meine Familie hier bei mir sein konnte", sagte die Siegerin mit vor Freudentränen fast erstickter Stimme, "dieser Titel bedeutet mir so unglaublich viel. Lindsay hat unglaublich gespielt und mir alles abverlangt." Die 25-Jährige bekam neben der Venus Rosewater Dish aus der Hand des Herzogs von Kent rund 840 750 Euro Siegprämie. Sie durchbricht damit die 15-Millionen-Dollar-Preisgeldgrenze.

Venus Williams stand erstmals seit Wimbledon 2003 wieder in einem Grand-Slam-Finale. Sie leidet seit zwei Jahren unter einen chronischen Bauchmuskelverletzung, wegen der sie im Vorjahr nur mit großen Problemen spielen konnte. Die frühere Nummer eins ist dadurch mittlerweile bis auf Platz 17 zurückgefallen, klettert durch den Erfolg allerdings wieder auf Platz acht. Davenport bleibt unangefochten die Nummer eins, obwohl sie seit Australien 2000 keinen Grand-Slam-Titel gewinnen konnte.

Davenport mit besserem Start

Davenport kam im ersten Satz besser ins Match. Sie konnte Williams die Aufschläge zum 2:1 und 5:2 abnehmen. Williams hatte am Anfang Probleme mit ihrem ersten Aufschlag, den zweiten attackierte Davenport mit ihren graden, harten Grundschlägen sofort. Im zweiten Durchgang war das Spiel ausgeglichen und vor allem höchst spannend. Als Daveport bei 6:5 zum Matchgewinn aufschlug, kam Williams mit agressiven Angriffsschlägen noch einmal zurück und erzwang den Tiebreak und schließlich den dritten Satz.

Auch dort führt Davenport nach einem Break bereits mit 4:2, konnte aber erneut den Vorsprung nicht halten und musste sich bei 4: drei wegen Problemen am Rücken behandeln lassen. Bei 5:4 hatte Davenport gar einen Matchball. Am Ende brachte die größere Fitness für Williams die Entscheidung, als sie zum 8:7 Davenport den Aufschlag abnahm.

© SID

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