sonstige Sportarten
Venus Williams zieht ins Wimbledon-Endspiel ein

Venus Williams hat mit einem 7:6 (7:2), 6:1-Erfolg über Maria Scharapowa das Finale in Wimbledon erreicht. Das zweite Halbfinale zwischen Davenport und Mauresmo musste beim Stand von 6:7, 7:6 und 5:3 abgebrochen werden.

Die US-Amerikanerin Venus Williams steht im Finale von Wimbledon. Die 25 Jahre alte Siegerin der Jahre 2000 und 2001 bezwang die russische Titelverteidigerin Maria Scharapowa im Halbfinale mit 7:6 (7:2), 6:1 und zog zum fünften Mal in sechs Jahren ins Endspiel ein. Im Finale trifft die an Nummer 14 gesetzte Williams auf Lindsay Davenport (USA) oder Amelie Mauresmo aus Frankreich.

Regen stoppt Davenport

Lindsay Davenport wurde unmittelbar vor ihrem sich abzeichnenden Halbfinalsieg gegen die Französin Amelie Mauresmo vom Regen gestoppt. Mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 5:3 führte die 29-Jährige, als die Partie wegen neuerlicher Niederschläge unterbrochen werden musste. Davenport, die seit ihrem Erfolg über Steffi Graf 1999 nicht mehr im Finale stand, konnte es nicht fassen.

Venus Williams hingegen konnte zu diesem Zeitpunkt schon ausgelassen und mit Freudentränen in den Augen nach dem verwandelten zweiten Matchball nach 1:42 Stunden über den Rasen hüpfen, nachdem Scharapowa eine Vorhand rechts ins Aus geschlagen hatte. "Ich liebe dieses Turnier, ich bin sehr glücklich", sagte die frühere Weltranglistenerste nach dem Match.

Ihre jüngere Schwester Serena hatte ihr am Morgen noch eine Email mit Tipps geschickt. Die "kleine" Williams hatte im Vorjahr das Endspiel gegen Scharapowa verloren. Nun greift wieder die "Große" zur Trophäe: "Ich habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert."

Viereinhalb Stunden mussten die Spielerinnen auf ihren Einsatz warten. Pünktlich zum angesetzten Spielbeginn setzte der typische Londoner Nieselregen ein. Die Planen mussten über die Plätze gezogen werden. Nichts ging mehr.

Venus wie Phönix aus der Asche

Williams zeigte auf dem Centre Court eine ihrer besten Leistungen in den vergangenen Jahren. Die 25-Jährige erinnerte phasenweise an die "junge Venus", als sie mit ihrer schieren Power das Spiel dominierte. Doch seit den US Open 2001 hat sie kein Grand-Slam-Turnier mehr gewinnen können. Ihre Schwester Serena beherrschte das Spiel, Venus hat außerdem seit Sommer 2003 mit einer chronischen Bauchmuskelverletzung zu tun.

"Ich kann nicht so viele Turniere spielen, muss auf meinen Körper achten", sagt die ehemalige Nummer eins, "aber hier bin ich völlig fit. Und ich weiß, dass ich alle schlagen kann, wenn ich gut in Form bin." Das musste auch die Titelverteidigerin erfahren, die zuvor in zwei Aufeinandertreffen mit der Amerikanerin jeweils die Oberhand behalten hatte. "Venus bringt fast alle Bälle zurück und ist eine große Kämpferin", sagte Scharapowa.

Davenport profitierte dagegen von der bekannten Nervenschwäche ihrer Gegnerin in wichtigen Matches. Immer wieder verlor Mauresmo in der Vergangenheit durch unerklärliche Fehler in der entscheidenden Phase. So stand sie nur 1999 in Australien in einem Grand-Slam-Finale, das sie gegen Martina Hingis verlor. Zwölfmal aber konnte sie bereits das Viertelfinale bei den großen Turnieren erreichen. Auch in Wimbledon könnte ihr der Gewinn des ersten Satzes gegen Davenport letztlich nicht mehr viel nutzen, nachdem sie das Match im zweiten Durchgang trotz zweier Breaks nicht "nach Hause" gebracht hatte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%