Verein gab Pflichtmitteilung heraus: Rasche Sanierung soll BVB retten

Verein gab Pflichtmitteilung heraus
Rasche Sanierung soll BVB retten

Dem Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund droht die Pleite. Der Vorstand des Traditionsvereins teilte am Donnerstag überraschend mit, dass ohne eine umfassende, schnelle Sanierung unter Beteiligung aller Gläubiger das Überleben des mehrmaligen Deutschen Meisters und Champions-League-Siegers von 1997 nahezu unmöglich sei.

HB FRANKFURT. "Für die Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA ist eine existenzbedrohende Ertrags- und Finanzsituation eingetreten", hieß es in einer Pflichtmitteilung des BVB. Die Aktie brach darauf um mehr als 25 Prozent auf 1,98 Euro ein. Beim Börsengang im Jahr 2000 war das Papier noch elf Euro wert gewesen.

Allein von Juli bis Dezember 2004 hat der hoch verschuldete Bundesligist nach den vorgelegten Zahlen einen operativen Verlust von weiteren 27,2 Millionen Euro angehäuft. Wenn Sanierungsmaßnahmen unterblieben, werde voraussichtlich ein Gesamtverlust bis zum Ende der Spielzeit 2004/05 (30. Juni) von 68,8 Millionen Euro zu Buche stehen, hieß es. Schon in der vergangenen Saison hatte die Borussia, die auch durch eine unerwartete sportliche Talfahrt finanziell ins Trudeln geraten war, 73,3 Millionen Euro Miese angehäuft. Sollte die Sanierung nicht rasch in Angriff genommen werden, wären etwa 79 Prozent des von den Aktionären eingezahlten Firmenkapitals durch Verluste aufgezehrt, warnte das Management.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist sehr besorgt über die prekäre Finanzsituation beim Bundesligisten Borussia Dortmund. "Wir beobachten die Entwicklung beim BVB mit großer Sorge", erklärte DFL-Pressesprecher Tom Bender am Donnerstag. Zu einer möglichen Gefährdung der weiteren Teilnahme des BVB am Spielbetrieb der ersten Liga wollte er zunächst nichts sagen.

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