Verfolger blasen zur Jagd auf Armstrong
T-Mobile will Armstrong in den Bergen zermürben

Am Dienstag wird es ernst bei der Tour de France. Dann beginnt der von Experten und Fans gleichermaßen mit Spannung erwartete Showdown in den Bergen. Dort kann sich das Discovery-Channel Team keine Schwächen wie zuletzt erlauben. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Verfolger.

HB GRENOBLE. Den Favoriten schlägt die Stunde der Wahrheit. Mit dem Aufstieg hinauf in den Skiort Courchevel beginnt an diesem Dienstag der Showdown der 92. Tour der France. Nach dem Ruhetag in Grenoble gilt die erste von insgesamt sieben Bergetappen in den Alpen und Pyrenäen als wichtige Standortbestimmung für Lance Armstrong und seine Verfolger. Auch wenn es bei nur drei dieser sieben kräftezehrenden Teilstücke eine Bergankunft gibt - ein in der Tour- Geschichte eher mäßiger Durchschnitt - ist der Respekt der Fahrer groß. "Auf den ersten Blick sehen die Alpen gar nicht so schlimm aus. Aber ich glaube, der Eindruck täuscht", sagte Titelverteidiger Armstrong.

In den kommenden Tagen hat dessen angeschlagener Widersacher Jan Ullrich reichlich Gelegenheit, seinen Anspruch auf den zweiten Tour- Sieg nach 1997 zu untermauern. Spätestens beim 21,8 Kilometer langen und durchschnittlich 6,3 Prozent steilen Schlussanstieg Richtung Courchevel wird es nach Meinung von Jens Voigt (CSC) zu einer Zäsur im Gesamtklassement kommen. "Nach dieser Etappe wird man sich ziemlich sicher festlegen können, wer in Paris auf dem Treppchen steht", hatte der momentan Führende bereits vor Wochen beim Blick auf das Streckenprofil prophezeit.

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Nicht nur Ullrich hofft auf eine Schwäche von Armstrong. Vor allem die Bergspezialisten wie Ivan Basso (Italien) und Iban Mayo (Spanien) werden ihr bevorzugtes Terrain zum Angriff auf Armstrong nutzen. Der couragierte Auftritt von Andreas Klöden am vergangenen Samstag deutete bereits an, mit welchen Mitteln die Allmacht des Amerikaners gebrochen werden kann. "Alle Attacken wird er nicht mitgehen können", meinte Ullrich vielsagend. Demnach will T-Mobile auch in den Bergen versuchen, Armstrong mit der Offensive der drei Spitzenfahrer Ullrich, Klöden und Alexander Winokurow zu zermürben.

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