Verletzungspech
Renz beißt auf die Zähne

Kölner Haie Nationalspieler Andreas Renz wird eine nötige Meniskus-Operation verschieben und bei der WM spielen. Leider fehlen Nationaltrainer Poss verletzungsbedingt andere altbewehrte Stammspieler.

HB KAUFBEUREN. Die 2:4-Niederlage im ersten Testspiel gegen Lettland am Donnerstag in Kaufbeuren war ein großer Rückschlag gegenüber den zuvor gut verlaufenen Vorbereitungen auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Österreich. Eine gute Nachricht kam jedoch vom angeschlagenen Verteidiger-Routinier der Kölner Haie, Andreas Renz, der nun doch grünes Licht für die WM gab.

Der DEL-Rekordspieler will unbedingt an der WM teilnehmen und dafür die fällige Meniskus-Operation verschieben. "Die Schmerzen sind immens, aber ich werde auf die Zähne beißen", sagte der Profi des KEC, der für seine Nehmerqualitäten bekannt ist. "Vor zwei Jahren habe ich bei der WM mit einem Innenbandriss gespielt", erklärte Renz, der Poss damit eine weitere Absage erspart.

Bereits vor dem Spiel musste der Amerikaner einen weiteren Ausfall verkraften: Nach Torhüter Olaf Kölzig, dem langzeitverletzten Verteidiger Rob Leask sowie den Angreifern Marco Sturm, Michael Hackert und Martin Reichel musste auch Kapitän Stefan Ustorf seine WM-Teilnahme absagen. Der Berliner hatte sich im dritten DEL-Finale gegen Mannheim eine Knieverletzung zugezogen. Ein Fragezeichen steht nach wie vor hinter Adler-Kapitän Jochen Hecht. Der am Arm verletzte NHL-Star absolviert derzeit in Mannheim Reha-Maßnahmen, soll aber am Montag zur Mannschaft stoßen.

Poss will über die immer länger werdende Ausfallliste aber nicht klagen: "Verletzungen gehören im Profisport dazu. Wenn jemand ausfällt, dann ist es für einen anderen die Gelegenheit zu zeigen, was er kann." Wie etwa der junge Kölner Sebastian Furchner: Der 23- Jährige überzeugte auch in seiner Heimatstadt Kaufbeuren und dürfte nicht nur wegen seines spektakulären Treffers zum 1:2 sein WM-Ticket gelöst haben. Die Niederlage konnte auch Furchner nicht verhindern.

"Das war ein Dämpfer zur richtigen Zeit", sagte Poss, nachdem sein Team zuvor in vier Spielen gegen Schweden und Weißrussland zwei Siege und ein Unentschieden eingefahren hatte. "Diesmal hat uns die Konzentration und die Spritzigkeit gefehlt. Vorne haben wir unsere Chancen leichtfertig vergeben und hinten dem Gegner die Scheibe förmlich aufgelegt", bemängelte der Bundestrainer.

Drei Gegentreffer resultierten aus Fehlpässen und Stellungsfehlern. "Solche Fehler dürfen wir uns bei der WM nicht erlauben", sagte Poss, der die Schwächen mit dem zuvor harten Training und Überheblichkeit begründete: "Wir haben in den vergangenen beiden Wochen wohl zu erfolgreich gespielt. Das ist einigen nicht gut bekommen, das habe ich schon beim Aufwärmen gespürt." Am Samstag in Ravensburg (15.00 Uhr) steigt die Revanche gegen den letztjährigen WM-Viertelfinalisten Lettland.

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