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Versöhnliches Saisonende für Pokal-Held Lehmann

Als Patrick Vieira den entscheidenden Strafstoß zum Sieg der „Kanoniere“ eingeschossen hatte, begruben die jubelnden Profis von Arsenal London „Matchwinner“ Jens Lehmann im Spielerknäuel unter sich.

dpa CARDIFF. Als Patrick Vieira den entscheidenden Strafstoß zum Sieg der "Kanoniere" eingeschossen hatte, begruben die jubelnden Profis von Arsenal London "Matchwinner" Jens Lehmann im Spielerknäuel unter sich.

"Ich bin hierher gekommen, um Trophäen zu gewinnen. Jetzt habe ich wieder eine geholt", meinte der deutsche Nationaltorhüter freudestrahlend nach dem 5:4-Erfolg seines FC Arsenal London im Elfmeterschießen des FA-Cup-Finales über Manchester United. Es war auch ein persönlicher Triumph für den Deutschen: Denn mit der Parade im "Shootout" gegen Paul Scholes machte er nicht nur den zehnten FA-Cup-Sieg für Arsenal perfekt, sondern sorgte nach vielen Aufs und Abs auch in eigener Sache für einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Deshalb hätte er auch allen Grund gehabt, sich als der große Sieger feiern zu lassen. Doch stattdessen gab Lehmann, der als zweiter Deutscher nach dem legendären Bert Trautmann (1956 mit Manchester City) den FA-Cup gewann, das Lob an seine Mitspieler weiter. "Die Jungs haben das fantastisch gemacht, indem sie alle fünf Elfmeter verwandelt haben. Das ist eine große mentale Leistung."

Lehmann, der trotz des letztjährigen Meistertitels mit Arsenal in dieser Spielzeit beim Premier-League-Club völlig unerwartet mehrmals nur Ersatzmann hinter dem Spanier Manuel Almunia war, musste in den vergangenen Monaten manche Durststrecke überstehen. "Es ist eine lange Saison, und manchmal brauchst du Zeit zum Durchatmen. Bei mir war es unglücklicherweise etwas lang, aber ich bin ins Team zurückgekommen und jetzt sehr glücklich", erklärte er rückblickend.

Der ehemalige Bundesliga-Torwart von Schalke 04 und Borussia Dortmund, der sich schon in der DFB-Auswahl nur schwer mit der Rolle der Nummer zwei hinter Oliver Kahn anfreunden kann, trumpfte im FA-Cup-Endspiel groß auf. 9:1 Chancen standen am Ende für "Manu" zu Buche, doch Pfosten, Latte und vor allem die Glanzparaden des deutschen Keepers verhalfen den klar unterlegenen Londonern ins entscheidende Elfmeterschießen. Es war das erste in der 133-jährigen Geschichte des traditionsreichsten Fußball-Clubwettbewerbs der Welt.

Lehmann hielt vor 75 000 Zuschauern im Millennium-Stadion von Cardiff den Schuss von Nationalspieler Scholes, der zu unplatziert war, um den 35-Jährigen zu überwinden. Da dessen Teamkollegen Etame Lauren, Freddie Ljungberg, Robin van Persie, Ashley Cole und als letzter Schütze Vieira vom ominösen Punkt die Nerven behielten, war das Happy End für Lehmann und Co. perfekt. Manchester United beendete die Spielzeit dagegen ohne Titelgewinn.

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