Verteidigungsminister Jung kontrolliert in Sestriere Arbeit seiner Truppe: Glücklich ohne Protokoll

Verteidigungsminister Jung kontrolliert in Sestriere Arbeit seiner Truppe
Glücklich ohne Protokoll

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung kontrolliert in Sestriere die Arbeit seiner Truppe. Zugleich betont er die Beudetung der Sportförderung durch die Regierung – und sieht sogar eine gewisse Chance, diese in den kommenden Jahren auszubauen.

SESTRIERE. Kein Musikcorps, kein Strammstehen, noch nicht mal ein militärischer Gruß. So empfängt man eigentlich keinen Bundesverteidigungsminister. Doch Franz Josef Jung scheint das nicht zu stören. Er lacht viel, scherzt mit seinen Soldaten. Der oberste Dienstherr der Deutschen Bundeswehr genießt den Besuch bei seiner Truppe - und die Truppe den Besuch des Ministers. Jungs gute Laune ist verständlich.

Der Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Turin ist für den CDU-Politiker wohl eine der angenehmeren Reisen, seit er den neuen Posten im Herbst 2005 übernommen hat. Die Athleten der Sportförderkompanien sind das Aushängeschild der Bundeswehr. Ihre Erfolge kommen auch dem Image der Armee zugute. Deswegen will Jung - trotz Sparzwang der öffentlichen Hand - auch an der intensiven Förderung des Spitzensports festhalten. "Die Bundesregierung hat ein Herz für den Sport. Der politische Wille, die Förderung auf dem jetzigen Niveau zu stabilisieren, ist da", sagte er am Dienstagmorgen beim Besuch im Deutschen Haus.

Die Deutsche Bundeswehr ist einer der wichtigsten Geldgeber des deutschen Sports. Für das laufende Jahr sind im Haushalt 28 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt 700 Sportler der verschiedensten Disziplinen stehen derzeit auf der Gehaltsliste des Verteidigungsministeriums, darunter 190 Wintersportler. Bei den Spielen in Turin stellt die Bundeswehr rund 40 Prozent der deutschen Athleten - darunter ist auch der erste Olympiasieger der Spiele, der Biathlet Michael Greis aus Nesselwang.

Ein Erfolg, in dem sich auch die Bundeswehr und ihr oberster Dienstherr sonnen können. Doch Jung will mehr: "Ich hoffe, dass ich heute auch eine Medaille mitbekomme". Dafür hat er sich ein Mammutprogramm aufgelegt: 11 Uhr Ski-Langlauf, 13.30 Uhr Biathlon, anschließend um 16 Uhr die Entscheidung beim Rodeln. Und die Soldatinnen Otto, Kraushaar und Hüfner ließen ihren Vorgesetzten nicht hängen.

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