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VfB-Aufsichtsratschef fordert Konsequenzen

Der VfB Stuttgart kommt nach der verpassten Champions-League-Qualifikation nicht zur Ruhe. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten, Dieter Hundt, forderte nach dem enttäuschenden Saisonfinale Konsequenzen.

dpa STUTTGART. Der VfB Stuttgart kommt nach der verpassten Champions-League-Qualifikation nicht zur Ruhe. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten, Dieter Hundt, forderte nach dem enttäuschenden Saisonfinale Konsequenzen.

"Präsident und Vorstand sind jetzt gefordert und müssen handeln", sagte Hundt in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung". "Meine persönliche Meinung ist auf jeden Fall, dass jetzt alles auf den Tisch muss und einschränkungslos über alles geredet werden muss." Auf Nachfrage, ob dies auch den Trainer Matthias Sammer betreffe, antwortete Hundt: "Über alles."

VfB-Präsident Erwin Staudt hatte hingegen noch am 23. Mai jegliche Diskussion über Sammer abgelehnt. "Der Trainer ist nicht in Frage gestellt", meinte Staudt. Hundt jedoch warf Sammer indirekt vor, sich nicht genügend um junge Spieler aus der zweiten Reihe gekümmert zu haben: "Wir haben in diesem Jahr auch keinen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an die Mannschaft herangebracht, auch das ist ein Thema, über das wir uns eingehend unterhalten müssen."

Hundt bestätigte, dass die einstige Harmonie im Team der "Jungen Wilden" der Vergangenheit angehört. "Aus Kreisen der Mannschaft ist auch zu hören, dass einiges in Unordnung geraten ist und es in der Mannschaft nicht mehr stimmt", berichtete der 66- Jährige. "Darüber muss jetzt geredet werden, das muss auf den Tisch - ohne Wenn und Aber. In den letzten Wochen sind geradezu Zerfallserscheinungen festzustellen gewesen."

Ob in die Kritik geratene Leistungsträger wie Alexander Hleb, Fernando Meira oder Kevin Kuranyi bei einem entsprechendem lukrativen Angebot den Bundesliga-Fünften verlassen können, ließ Hundt offen. "Herr Staudt stimmt mit mir überein, dass sich einiges ändern muss. Wie die neue Mannschaft aussehen wird, ist Sache der Vereinsführung. Klar ist nur, dass Änderungen zwingend notwendig sind", sagte der Arbeitgeberpräsident.

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