Viele Strafzeiten
Boos bewahrt DEB-Cracks vor Niederlage

Nach dem Festmenü gegen Schweden nur Hausmannskost in Weißrussland: Das deutsche Eishockey-Nationalteam ist beim ersten von zwei Testspielen in Minsk knapp an einer Niederlage vobeigeschrammt.

HB MINSK. Der Kölner Tino Boos sicherte das DEB-Team durch sein Tor 63 Sekunden vor Schluss ein 1:1 (0:0, 0:0, 1:1). Er glich damit die Führung des WM-Aufsteigers durch Andrej Skabelka (56.) aus. Bundestrainer Greg Poss hatte vor dem Treffer einen sechsten deutschen Feldspieler zu Gunsten von Torhüter Alexander Jung auf das Eis geschickt.

"Weißrussland hat wirklich sehr gut gespielt. Wir haben zu viele unnötige Strafzeiten kassiert und auf der Strafbank kann man bekanntlich kein Spiel gewinnen. Umso glücklicher sind wir, dass wir nach dem 0:1 wieder zurück kommen konnten", sagte Poss. Im siebten Vergleich beider Nationen gelang damit zumindest das zweite Unentschieden gegen die Weißrussen, gegen die das DEB-Team erst einmal gewinnen konnte. Beide Mannschaften stehen sich am Samstag (16.00 Uhr) in Gomel erneut gegenüber.

Vor 3 000 Zuschauern im gut gefüllten Sportpalast von Minsk waren die Teams nur selten zur selben Zeit vollzählig auf dem Eis. Trotz der fehlenden Treffer gab es durch die vielen Strafzeiten und die folgenden Überzahlspiele Chancen auf beiden Seiten. Der Kölner Sebastian Furchner verpasste die deutsche Führung, als er den Puck nach Pass von Kapitän Jan Benda nicht im leeren Tor unterbringen konnte (35.). Häufiger in Unterzahl agierte allerdings das DEB-Team, das dabei auch in Rückstand geriet. Boos schaffte aber auf Zuspiel von Daniel Kreutzer noch den insgesamt gerechten Ausgleich.

Bundestrainer Poss hatte im Vergleich zu den beiden guten Partien gegen Schweden in der vorigen Woche nur eine Veränderung vorgenommen. An Stelle von Stürmer Tomas Martinec, der bei seiner schwangeren Frau blieb, reiste Verteidiger Shayne Wright mit, der von seiner Ellenbogen-Operation genesen ist. Verzichten muss Poss dagegen neben Olaf Kölzig und Marco Sturm auch auf Martin Reichel. Der Frankfurter muss sich in der kommenden Woche einer Kieferoperation unterziehen.

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