Volleyball Bundesliga
Ein Trio jagt Serienmeister Friedrichshafen

Die Volleyball-Bundesliga startet heute mit neuen Stars in die Saison. Die Herausforderer von Serienmeister VfB Friedrichshafen heißen SCC Berlin, Generali Haching und evivo Düren.

Von der großen Bühne in den Alltag: Nur zehn Tage nach der erfolgreichsten WM seit 36 Jahren startet für die deutschen Volleyball-Stars am Mittwoch die neue Bundesligasaison. Die Herausforderer Generali Haching, SCC Berlin und evivo Düren wollen Serienmeister VfB Friedrichshafen mit viel Selbstvertrauen und neuen Stars vom Thron stürzen. Ein Machtwechsel nach sechs Jahren würde auch der Liga zu mehr Attraktivität verhelfen.

"Irgendwann muss Friedrichshafen ja mal dran glauben", sagt Ferdinand Tille. Der beste Libero der Welt ist nicht nur Führungsspieler bei Pokalsieger und Vizemeister Haching, sondern auch einer der Stars der Liga. Bei der WM in Italien wurde er auf seiner Position zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Im vergangenen Jahr war Haching bereits nah dran am Titel, scheiterte aber im Finale der Play-offs 1:3 an Friedrichshafen. In den vergangenen elf Jahren kam der deutschen Meister nur zweimal nicht aus der Zeppelin-Stadt. Entsprechend selbstbewusst gibt sich Trainer Stelian Moculescu: "Wir wollen wie immer national alle Titel gewinnen."

Berlin durchbrach bereits 2003 und 2004 die Friedrichshafener Siegesserie

Dagegen hat man nicht nur in Haching, sondern auch weiter nördlich in Berlin etwas einzuwenden. Der SCC war 2003 und 2004 der einzige Klub, der die Titelserie des VfB Friedrichshafen durchbrach. Neben WM-Star Martin Krystof aus Tschechien sollen US-Olympiasieger Scott Touzinsky sowie der aus Paris zurückgeholte Mittelblocker Felix Fischer die Stützen der vom neuen Trainer Mark Lebedew zusammengestellten Mannschaft sein.

Zum Auftakt der Saison trifft der SCC am Mittwoch im erstmals ausgetragenen Eröffungsspiel auf die Netzhoppers KW-Bestensee. "Da müssen wir gewinnen. Und am Ende wollen wir Meister werden", sagt SCC-Manager Kaweh Niroomand und ist sich sicher: "Das Finale wird in dieser Saison völlig offen sein." Als vierter Titelkandidat gilt evivo Düren, das sich mit Italien-Legionär Stefan Hübner verstärkt hat.

Zwar verließen in Georg Grozer jr. (Polen), Markus Steuerwald (Frankreich) und Patrick Steuerwald (Italien) drei deutsche Top-Spieler die Liga, doch die DVL hat im europäischen Vergleich aufgeholt. "Die Spieler wollen in einem Zirkus sein, in dem sie großes Geld verdienen können. Dieser Zirkus ist in Italien, Polen, Russland und Frankreich, und den wollten sie bisher nicht verlassen", sagt Niroomand: "Doch so langsam gibt es da eine Trendwende. Es spricht sich herum, dass man bei uns pünktlich sein Geld bekommt."

SCC-Manager Niroomand: "Rückenwind der WM für Liga ist ausgeblieben"

Mit Friedrichshafen und Haching starten erstmals zwei deutsche Klubs in der Champions League, doch um die Liga weiter zu fördern, braucht es auch eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Vom achten Platz der Auswahl in Italien will sich Niroomand nicht blenden lassen, schließlich hat das Team nur drei von neun Spielen gewonnen: "Wir brauchen endlich eine Nationalmannschaft, die den Durchbruch schafft. Der Rückenwind der WM für die Liga ist leider ausgeblieben."

Den erhofft sich Niroomand nun vom Saisonauftakt gegen die Netzhoppers. Der SCC zieht für das Berlin-Brandenburg-Derby eigens in die Max-Schmeling-Halle um, wo mit einem spektakulären Auftritt eine Euphorie entfacht werden soll. Friedrichshafen, Haching und Düren greifen erst am Wochenende ins Geschehen ein.

© SID

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