Volleyball Bundesliga
Haching und Friedrichshafen streiten um die Spitze

Generali Haching fordert Serienmeister VfB Friedrichshafen vor der am Samstag startenden Volleyball-Saison heraus. "Wir wollen Meister werden", sagt Haching-Coach Mihai Paduretu.

Nach dem grandiosen Sommer der Nationalmannschaft geht die Volleyball-Bundesliga mit einem Zweikampf um die Krone in die neue Saison. Pokalsieger Generali Haching fordert Abonnement-Meister VfB Friedrichshafen vor der heute beginnenden Serie offen heraus.

"Wir wollen Meister werden, und wir können es auch schaffen. Das ist das, was uns hier antreibt", sagt Mihai Paduretu, Trainer der Münchner Vorstädter. In der vergangenen Saison warf seine Mannschaft auf dem Weg zum Pokaltriumph den Erzrivalen vom Bodensee aus dem Wettbewerb, doch im Meisterschafts-Finale wurde Haching einmal mehr ganz klar abgeschmettert.

Das soll diesmal anders werden, denn die fünf deutschen Nationalspieler im Team waren schon in den letzten Monaten der Garant für einmalige Erfolge. Zuspieler Patrick gehen mit dem ersten Europaliga-Sieg sowie der Qualifikation für WM und Weltliga im Gepäck in den Titelkampf. "Das gibt natürlich Selbstbewusstsein, aber zugleich sind wir ein bisschen müde nach dem harten Sommer", sagt Steuerwald.

Hochkarätige Verstärkungen für Friedrichshafen

Vielleicht ein kleiner Vorteil für Finanzkrösus VfB Friedrichshafen, der sich gleich mit acht hochkarätigen Leuten von Nationalspieler Marcus Böhme bis zum serbischen Auswahllibero Nikola Rosic verstärkt hat. Zehn Meisterschaften in den letzten zwölf Jahren sprechen eine deutliche Sprache, Chefcoach Stelian Moculescu will mit seinem aus acht Nationen zusammengestellten Team auch diesmal keinen Titel freiwillig abgeben: "Wir wollen das Double."

Der Champions-League-Sieger von 2007 will mit der Imagekampagne "Come to see" noch mehr Zuschauer an den Bodensee locken und die Qualität der Bundesliga weiter verbessern. Ein Vorhaben, das Bundestrainer Raul Lozano begrüßt, denn er kritisiert die riesigen Leistungsunterschiede in der Eliteklasse: "Die deutsche Liga ist im Verhältnis zu den Topligen in Italien, Russland oder Polen viel zu schwach."

Das liegt vor allem an der großen Lücke hinter den beiden Topteams. Bestenfalls Außenseiterchancen haben evivo Düren und der Moerser SC. Bei Ex-Champion SCC Berlin wurde Trainer Michael Warm gefeuert und durch den früheren Spieler Andrej Urnaut ersetzt. Auch diesmal sollen wieder bis zu acht Spiele in der Max-Schmeling-Halle ausgetragen werden, wo in der vergangenen Saison der Rekord von 7 700 Zuschauern das Duell gegen den VfB Friedrichshafen besuchten. Zumindest in Sachen Zuschauer wollen sie in der Hauptstadt die beiden Titelfavoriten schlagen.

© SID

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