Volleyball Bundesliga
Protest verhindert Volleyball-Kooperation

Die Frauen-Bundesligisten haben sich mit Erfolg gegen die Installierung des Volleyball-Bundestrainers Hee Wan Lee als Vereins-Coach gewehrt. Der DVV wollte so den Nachwuchs besser ausbilden.

Wirkung gezeigt hat der Protest der Frauen-Bundesligisten gegen die Installierung des Bundestrainers Hee Wan Lee als Coach von TV Fischbek Hamburg oder Bayer Leverkusen. Der Cheftrainer sollte vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) mit Blick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking zu einem als Kooperationspartner ausgewählten Verein geschickt werden, um gezielt junge Nationalspielerinnen auszubilden. Bei den Herren funktioniert eine derartige Doppellösung mit Stelian Moculescu als Bundestrainer und Coach des deutschen Meisters VfB Friedrichshafen sehr gut.

Ausgeglichene Liga kontra Ausbildungsniveau

"Das Projekt wird es in dieser Form nicht geben", erklärte nun DVV-Präsident Werner von Moltke. Die Bundesligisten sahen die Chancengleichheit gefährdet, da mit der Abwanderung von Nationalspielerinnen zum von Lee betreuten Verein zu rechnen sei. "Eine starke und ausgeglichene Liga ist das perfekte Fundament für Erfolge in der Nationalmannschaft", glaubt Wolfgang Wehner, Präsident des VfB Suhl.

Nicht nur Bundestrainer Hee Wan Lee hat da eine andere Meinung, nachdem sein Team bei der EM 2005 das schwächste Ergebnis der Geschichte abgeliefert hatte. Er kritisiert das für internationale Ansprüche zu schlechte Ausbildungsniveau der deutschen Spielerinnen. Eine zumindest teilweise Konzentration in einem Verein bringt in anderen Ländern auch Erfolge im Nationalteam.

© SID

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