Volleyball Bundesliga
Ungewohntes Gefühl: VfB Friedrichshafen verliert

Erstmals seit dem 10. März 2007 hat Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen wieder gegen eine deutsche Mannschaft verloren. Beim Moerser SC unterlag der Meister mit 2:3.

Der deutsche Volleyball-Meister VfB Friedrichshafen hat erstmals seit 597 Tagen wieder gegen eine deutsche Mannschaft verloren. Das Team von Ex-Bundestrainer Stelian Moculescu unterlag im Bundesliga-Auswärtsspiel beim Moerser SC nach 2:0-Führung noch mit 2:3 (25:22, 25:19, 13:25, 21:25, 9:15). Zuletzt hatte der Champion am 10. März 2007 beim 1:3 gegen Wuppertal auf nationaler Ebene verloren.

"Es ist nicht schlecht, auch mal zu verlieren. So etwas ist immer sehr lehrreich", sagte Moculescu, mit seinem Team in den letzten vier Spielzeiten jeweils Meister und Pokalsieger. Vor dem fünften und entscheidenden Satz hatte Moculescu eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen und seine Mannschaft in die Kabine beordert: "Ich habe gesagt: Wenn wir nicht mutig spielen, werden wir nichts gewinnen. Und genauso ist es ja dann auch gekommen."

Die Moerser feierten den Triumph vor 650 Fans in der Schulsporthalle, die mit 7,20 Meter Deckenhöhe zwei Meter unter dem Mindestmaß liegt und in der nur mit einer Ausnahmegenehmigung gespielt werden darf, wie eine Meisterschaft. "Wir wussten, dass Friedrichshafen nur wenig Fehler machen würde. Die wollten wir nutzen", erklärte der Moerser Trainer Georg Grozer senior: "Nach dem zweiten Satz hat einfach alles gestimmt." Auf Friedrichshafener Seite war sein Sohn, Nationalspieler Georg Grozer junior, bitter enttäuscht.

"Wir haben nach der Führung aufgehört zu spielen. Es hat nichts mehr funktioniert", sagte Moculescu und zollte dem Gegner Respekt: "Wir haben nicht gut gespielt und Moers war besser." Der Champions League-Sieger von 2007 verpasste damit den Sprung an die Tabellenspitze und reist am Samstag nur als Tabellendritter zum ungeschlagenen Spitzenreiter Generali Haching.

© SID

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