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Volleyball-Damen scheiden bei der EM vorzeitig aus

Restlos enttäuscht haben die deutschen Volleyballerinnen bei der EM auch bei der vierten Niederlage (0:3) gegen Gastgeber Kroatien im vierten Vorrundenspiel. Damit ist das Team bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Deutschlands Volleyballerinnen haben auch ihr viertes Spiel bei der Europameisterschaft in Kroatien verloren und müssen nach dem schlechten Abschneiden mit vier Niederlagen schon nach der Vorrunde den Heimweg antreten. Das Team um die einzige Weltklassespielerin Angelina Grün blamierte sich auch gegen Gastgeber Kroatien mit einer 0:3 (21:25, 22:25, 23:25)-Niederlage und verpasste das Minimalziel Finalrunde der besten Acht. Damit kann das ersatzgeschwächte Team bestenfalls noch Neunter werden, womit die schlechteste deutsche Platzierung der EM-Geschichte zumindest eingestellt ist.

Qualifikation für EM 2007 verpasst

"Natürlich ist das Ergebnis enttäuschend. Keiner von uns wollte vorzeitig nach Hause fahren", kommentierte Grün. Mit dem Ziel angetreten, die zehnte deutsche EM-Medaille der Geschichte zu gewinnen, hatte das deutsche Team in Zagreb bei den Pleiten gegen Serbien und Montenegro (1:3), Polen (2:3) und Aserbaidschan (0:3) restlos enttäuscht. Mit dem Vorrunden-Aus wurde auch die direkte Qualifikation für die EM 2007 in Luxemburg verpasst, für die die ersten Sechs dieser Titelkämpfe gesetzt sind.

Im letzten Vorrundenspiel gegen Rumänien am Donnerstag (18.00 Uhr) muss Deutschland nun klar gewinnen, um nicht als Vorrundenletzter nach Hause zu fahren. "Wir müssen zumindest einmal gewinnen", meinte Grün. Gegen den von 2000 Fans frenetisch angefeuerten Gastgeber gelang das einmal mehr nicht, weil die deutsche Abwehr die alles überragende kroatische Angreiferin Barbara Ruzic nie in den Griff bekam. Klare Führungen wie beim 10:7 im ersten Satz oder 4:0 im dritten Durchgang wurden mit Anfängerfehlern vergeben, Spielmacherin Nadja Jendzewski war überfordert.

Nur Grün überzeugend

Bis auf die trotz einer dicken Bandage am lädierten linken Knie beste Punktesammlerin Grün ließen die Spielerinnen erneut jede internationale Klasse vermissen. Bundestrainer Hee Wan Lee steht trotz des historischen Debakels - das bisherige Negativresultat war Platz neun bei den EM-Turnieren 1997 und 2001 - bisher nicht zur Disposition. Lee: "Ich muss nicht unbedingt Bundestrainer sein, aber ich mache meinen momentan schweren Job trotzdem gern."

Polen, Italien und Russland im Halbfinale

Titelverteidiger Polen, Weltmeister Italien und der Olympiazweite Russland lösten derweil vorzeitig die Tickets fürs Halbfinale. Polen feierte mit dem 3:0 gegen Rumänien seinen vierten Sieg in der deutschen Gruppe und hat damit eines der beiden Semifinal-Tickets sicher. Italien (3:1 gegen die Niederlande) und Russland (3:0 gegen Bulgarien) lösten mit ihrem jeweils vierten Sieg in Pool zwei in Pula die Semifinaltickets. Um den letzten Platz in der Medaillenrunde kämpfen im direkten Duell Aserbaidschan (3:1 gegen Serbien und Montenegro/6:2 Punkte) und Kroatien (4:4).

© SID

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