Volleyball EM
DVV-Herren schwimmen weiter auf Erfolgswelle

Die deutschen Volleyballer haben ihre beeindruckende Serie auf 13 Siege in Folge ausgebaut. Bei der EM in Russland gewann die DVV-Auswahl gegen Griechenland 3:0 und zog vorzeitig in die Zwischenrunde ein.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft schwimmt weiter auf der Erfolgswelle: Mit einer weiteren überzeugenden Vorstellung hat die DVV-Auswahl vorzeitig die Zwischenrunde der Europameisterschaft erreicht und kann weiter von der ersten Medaille der Geschichte träumen. Einen Tag nach dem 3:1 gegen Sydney-Olympiasieger Serbien triumphierte der Geheimfavorit in St. Petersburg mit 3:0 (25:17, 25:19, 25:15) gegen Griechenland und feierte den 13. Länderspiel-Sieg in Folge.

"Die Leistung war teilweise noch besser als im ersten Spiel, besonders der Block hat überragt. Aber wir drehen nicht durch und gehen weiter Schritt für Schritt", erklärte Bundestrainer Stelian Moculescu nach dem in nur 70 Minuten perfekt gemachten Triumph. Jochen Schöps war mit 20 Zählern bester Punktesammler und träumt bereits vom großen Wurf: "Jetzt müssen wir das letzte Vorrundenspiel gegen Holland noch gewinnen, damit wir alle Punkte in die Zwischenrunde mitnehmen. Am besten wir verlieren bei der EM gar kein Spiel mehr."

Undurchdringbare "deutsche Mauer"

Letzter Vorrundengegner des mit 4:0 Zählern einsam an der Gruppenspitze liegenden deutschen Teams ist am Sonntag der mit zwei Niederlagen gestartete Erzrivale Niederlande (13 Uhr/Mesz). Die besten drei Teams jeder der vier Gruppen qualifizieren sich für die Zwischenrunde, wo Deutschland voraussichtlich auf Frankreich, Spanien und die Slowakei trifft.

"So wie die Deutschen gespielt haben, können sie bei der EM auch den Titel gewinnen", hatte der serbische Trainer Igor Kolakovic nach der 1:3-Pleite gegen die Deutschen beeindruckt erklärt. Mit entsprechend breiter Brust startete das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu in seine zweite Vorrundenpartie und baute besonders am Netz eine für die Griechen fast undurchdringliche "deutsche Mauer" mit dem überragenden 2,12-Meter-Mann Robert Kromm auf.

Schnell stand es vor 1 000 Fans in der Jubileni-Sporthalle 10:6 und diesen Vorsprung bauten die von Zuspieler Frank Dehne immer wieder variabel im Angriff eingesetzten Deutschen kontinuierlich aus. Zwar klappte es im Aufschlag nicht so gut, dafür steigerte sich die Feldabwehr mit dem erst 18 Jahre alten Libero Markus Steuerwald sogar noch einmal gegenüber dem Auftaktsieg gegen Sydney-Olympiasieger Serbien.

Stefan Hübner: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen"

Im zweiten Satz wurde es nach einer Steigerung der in der Weltrangliste drei Plätze höher eingestuften Griechen enger, jedoch brachte in der kritischen Phase beim 15:16 die Einwechslung von Christian Pampel beim Aufschlag die Entscheidung zur beruhigenden 20:16-Führung. Im dritten Durchgang punktete besonders Hauptangreifer Schöps mit einer Serie von klugen Trickschlägen gegen den völlig demoralisierten Gegner.

Viermal in der EM-Geschichte seit 1948 belegten deutsche Volleyballer Rang vier, doch der Griff nach Edelmetall scheiterte bislang jedes Mal. Stefan Hübner: "Die Medaille ist noch weit weg, aber natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen."

© SID

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