Volleyball EM
Polnische Volleyballer holen Gold

Bei der Volleyball-EM in Izmir hat Polen die Gold-Medaille gewonnen. Im Finale bezwangen die Polen Frankreich mit 3:1 und sicherte sich erstmals den Titel.

Als sich Deutschland-Bezwinger Polen zum ersten Mal in der Geschichte zum Europameister krönte, liefen beim sechstplatzierten deutschen Team schon die Planungen für künftige Großereignisse in der Heimat. Nachdem Verbandschef Werner von Moltke bereits eine Bewerbung mit Berlin für das Finale der mit 20 Mill. Dollar dotierten Männer-Weltliga im Jahr 2011 angekündigt hat, soll nun auch die Europameisterschaft der Frauen 2013 in Deutschland stattfinden.

"Deutschland hat sehr gute Chancen, die EM zu bekommen", sagte der europäische Verbandschef Andre Meyer dem Sport-Informations-Dienst (SID). Er bestätigte das deutsche Interesse am Rande der EM in Izmir nach einem Gespräch mit DVV-Präsident Werner von Moltke und Generalsekretär Jörg Ziegler. Demnach wäre die Schweiz bei der Bewerbung mit im Boot, allerdings soll nur eine Vorrundengruppe dort stattfinden. Das Finale könnte in Berlin über die Bühne gehen. Deutschland hat demnach höchstens einen Mitbewerber um die Titelkämpfe 2013 und ist großer Favorit für den Zuschlag, der beim nächsten CEV-Kongress 2010 im slowenischen Ljubljana erteilt wird.

Bulgarien gewinnt "kleines Finale"

Im diesjährigen Männer-Endspiel in Izmir triumphierte das Ex-Team von Bundestrainer Raul Lozano mit 3:1 (29:27, 25:21, 16:25, 26:24) gegen Frankreich und blieb damit auch im achten EM-Spiel ungeschlagen. Bronze und damit die erste EM-Medaille seit 26 Jahren hatte zuvor überraschend Bulgarien mit einem 3:0 (25:18, 26:24, 25: 21) gegen Rekord-Champion Russland gewonnen. Deutschland hatte gegen die Finalisten Polen und Frankreich in der Vorrunde die einzigen beiden Turnierniederlagen (jeweils 1:3) kassiert - das wertet den sechsten Platz im Nachhinein deutlich auf.

In einem hochklassigen Endspiel wehrte Vizeweltmeister Polen im ersten Durchgang drei Satzbälle ab. Vor über 1 000 polnischen Fans kämpften sich die Franzosen nach dem 0:2 ins Spiel zurück, am Ende behielt das physisch und nervlich überlegene Team des italienischen Trainers Daniel Castellani jedoch wie in der Vorrunde 3:1 die Oberhand. Polen feierte nach fünf EM-Silbermedaillen in Serie zwischen 1975 und 1983 den größten Erfolg. Frankreich musste sich zum vierten Mal mit EM-Silber begnügen.

Im Halbfinale hatte Polen gegen Bulgarien mit 3:0 (25:19, 30: 28, 25:20) triumphiert. Frankreich hatte in einem Krimi mit dem 3:2 (25:18, 25:22, 25:27, 15:25, 17:15) gegen die zuvor ungeschlagenen Russen für die größte Überraschung des Turniers gesorgt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%