Volleyball EM
Russland beendet deutsche Halbfinal-Hoffnungen

Das Halbfinale der EM in Belgien und Luxemburg findet ohne die deutschen Volleyballerinnen statt. Gegen Russland gab es in der Zwischenrunde trotz einer guten kämpferischen Vorstellung eine deutliche 0:3-Niederlage.

Nach der zweiten Niederlage sind die deutschen Volleyballerinnen bei der EM in Belgien und Luxemburg in der Zwischenrunde gescheitert. Die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti unterlag Weltmeister Russland trotz einer kämpferischen Vorstellung 0:3 (12:25, 23:25, 23:25) und hat keine Chance mehr, sich für das Halbfinale am Samstag zu qualifizieren. Vize-Europameister Italien nach einem 3:0 (25:23, 25:14, 25:22) gegen die Türkei und Rekord-Titelträger Russland führen die Gruppe E uneinholbar mit 8:0 Punkten an.

"Ich bin sehr stolz auf mein Team, es hat gekämpft und alles versucht. Doch wenn man gegen Russland nicht perfekt spielt, wird es schwer", sagte Guidetti, der vor der EM mit einem Platz auf dem Podest geliebäugelt hatte. Ein aufmunterndes Fax schickte der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). "Kopf hoch", schrieb Werner von Moltke den Spielerinnen, um sie für das Spiel am Donnerstag (17.30 Uhr) gegen Frankreich aufzubauen. Mit einem Sieg zum Zwischenrundenabschluss würde die DVV-Auswahl zumindest die Teilnahme an der EM 2009 sichern, da sich jeweils die ersten drei Teams beider Zwischenrundengruppen direkt qualifizieren.

Auf Olympia-Qualifikation stürzen

"Auch wenn man jetzt erstmal enttäuscht ist, der fünfte Platz wäre kein schlechtes Ergebnis. Vor allem, da wir beim letzten Mal Elfte waren", sagte von Moltke dem sid. "Jetzt müssen wir uns auf die Olympia-Qualifikation stürzen, da ist noch alles offen." Die DVV-Frauen verpassten durch das vorzeitige EM-Aus die zusätzliche Qualifikation-Chance beim World Cup Anfang November in Japan und müssen auf das Turnier im Januar in Halle/Westfalen setzen, um das Ticket für Peking zu lösen.

Im Spiroudome von Charleroi war der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die Nervosität zu Beginn deutlich anzumerken. Bis zum 10:10 konnte sie den ersten Satz trotzdem offen gestalten. Doch die routinierten Russinnen zogen auch dank einiger deutscher Fehler innerhalb kürzester Zeit vorentscheidend bis auf 23:11 davon.

Mit deutlich mehr Biss und besseren Abschlüssen startete das junge Guidetti-Team in den zweiten Durchgang und ging sogar 8:4 und 22:20 in Führung. Bei den DVV-Frauen wechselten sich jedoch Licht und Schatten zu häufig ab, während die hochgewachsenen Russinnen ihr Spiel weiter kompromisslos durchzogen.

Deutlich angefressen nahm sich der Bundestrainer seine Spielerinnen in den Auszeiten nach einigen leichten Fehlern zur Brust. Die hielten kämpferisch dagegen, ohne allerdings zur Konstanz aus dem 3:0-Sieg gegen die Türkei zu finden und waren zumindest nah an einem Satzgewinn. Beste Punktesammlerin war Margareta Kozuch mit elf Zählern, gefolgt von Kapitän Angelina Grün, die sich mit neun Punkten begnügen musste.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%