Volleyball EM
Volleyballer siegen mühelos gegen Slowakei

Deutschlands Volleyballer haben sich zum Start der EM-Zwischenrunde keine Blöße gegeben und Außenseiter Slowakei problemlos mit 3:0 abgefertigt. Am Mittwoch trifft die Truppe von Stelian Moculescu auf Spanien.

Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft hat in der EM-Zwischenrunde einen Start nach Maß erwischt. Der überragende Hauptangreifer Jochen Schöps sorgte zwei Tage nach dem 0:3-Debakel gegen die Niederlande fast im Alleingang für das am Ende mühelose 3:0 (25:23, 25:15, 25:16) gegen die Slowakei beim Zwischenrunden-Auftakt in St. Petersburg. Mit 4:2 Punkten belegt das deutsche Team jetzt Platz zwei in der Gruppe E, der am Ende zum angestrebten Einzug ins Halbfinale reichen würde.

"Wir haben gezeigt, dass wir das Volleyball spielen nicht verlernt haben. Der Sieg war nach dem Holland-Spiel ungemein wichtig fürs Selbstvertrauen", erklärte der mit 19 Punkten überragende Schöps nach dem Sieg gegen den leichtesten Gegner. Bundestrainer Stelian Moculescu war über den Erfolg nach 71 Minuten ebenfalls zufrieden: "Zum Glück hatten wir einen Schöps, denn das Team hat nur im zweiten und dritten Satz guten Volleyball gespielt. Jetzt müssen wir gegen Spanien den Big Point machen."

Nächster deutscher Gegner ist am Mittwoch (15.30 Uhr Mesz) mit Europaliga-Sieger Spanien ein wesentlich härterer Brocken, der nach dem 3:1 gegen die Niederlande mit 6:0 Punkten souverän die Zwischenrunden-Tabelle anführt. Im letzten Spiel in Runde zwei kommt es am Donnerstag (13 Uhr) zum Duell gegen Frankreich (2:3 gegen Serbien). Zwei Siege würden das Ticket zu den Finalspielen nach Moskau garantieren.

"Da gibt es keine Ausreden"

"Die Slowakei ist ein Gegner, den wir schlagen müssen, da gibt es keine Ausreden", hatte Bundestrainer Stelian Moculescu vor dem Spiel erklärt. Trotz dieser klaren Ansage startete sein zunächst emotionslos wirkendes Team verunsichert in die Partie gegen den vermeintlich leichtesten Zwischenrunden-Kontrahenten, den man im Monat vor der EM dreimal bezwungen hat. Die überraschend ohne vier Stammspieler um Star Lukas Divis vom Champions-League-Sieger VfB Friedrichshafen in der Startformation angetretenen Slowaken - sie wurden geschont, weil man sich gegen Deutschland keine Chancen ausgerechnet hatte - lagen bis zum 15:14 ständig in Führung.

Schöps mit einer Galavorstellung

Der haushohe Favorit vergab zum Ärger von Trainer Moculecu, der nach Olympia 2008 wohl seine Karriere als Nationaltrainer beenden wird, mehrere klare Punktchancen. Zum Glück traf Schöps jeden Ball und verwertete mit seinem elften Punkt im ersten Durchgang den zweiten Satzball. Das war der Knackpunkt im Spiel. Danach fanden Zuspieler Frank Dehne und Co. phasenweise wieder zu einem variablen Spielaufbau wie bei den beiden Auftaktsiegen gegen Serbien und Griechenland und blockten den in der Weltrangliste 40 Positionen weiter hinten rangierenden Gegner ein ums andere Mal am Netz ab.

"Jetzt müssen wir zusehen, dass wir zumindest eines der beiden großen Teams bezwingen. Dass meine Mannschaft dazu fähig ist, hat sie schon gezeigt, jetzt muss sie es bestätigen", meinte Moculescu. Gegen Spanien hat das deutsche Team drei von vier Partien bei der Europaliga gewonnen, gegen Frankreich das letzte Duell bei der WM im vergangenen Jahr.

© SID

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