Volleyball International
Führungswechsel im Volleyball-Weltverband

Ruben Acosta, umstrittener Präsident des Volleyball-Weltverbandes (Fivb), hat sein Amt nach 24 Jahren niedergelegt. Nachfolger ist der bisherige Vizepräsident Jizhong Wei (China).

Ruben Acosta hat die Präsidentschaft des Volleyball-Weltverbandes (Fivb) abgegeben. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Jizhong Wei (China). Bereits Mitte Juni hatte der Mexikaner, der auf eine 24-jährige Amtszeit zurückblickt, auf dem Fivb-Kongress in Dubai seine Amtsniederlegung bekannt gegeben. Er wolle sich nun ins Privatleben zurückziehen.

Der 74-jährige Acosta gilt als eine der umstrittensten Personen des Weltsports. Dem seit Olympia 1984 in Los Angeles amtierenden Präsidenten waren in Prozessen Unterschlagung und Steuerhinterziehung vorgeworfen worden. Für einige Sponsorenverträge hatte der Fivb-Chef seiner Meinung nach ganz legal Provision kassiert.

Die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees ermittelte gegen ihn, Acosta kam mit seinem Rücktritt aus dem IOC 2004 aus Altersgründen jedoch einer Entscheidung zuvor. Er übergibt einen der mitgliederstärksten Sportverbände der Welt mit 220 Föderationen und einem Vermögen, das im Jahr 2006 stolze 361 Mill. Schweizer Franken betrug.

Jizhong ist nach Paul Libaud (1949-1 984) und Acosta erst der dritte Präsident des Verbandes und wird bis zu den Neuwahlen 2012 die Fivb anführen. Der 71-Jährige war Vize-Präsident und Generalsekretär des chinesischen olympischen Komitees, des Weiteren ist er Präsident des asiatischen Volleyball-Verbandes sowie des chinesischen Taekwondo-Verbandes.

© SID

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