Volleyball International
Moculescu prophezeit "Tod des Volleyballs"

Sollte der Volleyball-Weltverband Fivb tatsächlich eine Ausländerlimitierung einführen, sieht Bundestrainer Stelian Moculescu den deutschen Volleyballsport vor dem Aus.

Stelian Moculescu sieht rot, wenn er auf die vom Volleyball-Weltverband geplante Ausländerlimitierung in nationalen Ligen angesprochen wird. Sollte die Fivb ihre Idee tatsächlich umsetzen, sieht der Bundestrainer für den deutschen Volleyballsport sogar schwarz: "Das wäre der Tod des Volleyballs. Dann hätten wir in Deutschland keine Chance mehr, in der Champions League eine Rolle zu spielen. Wir müssen nun mal Ausländer holen, um wettbewerbsfähig zu sein", sagte Moculescu dem sid.

Nach einem Vorschlag der Fivb-Führung sollen bereits ab der kommenden Saison nur noch zwei Ausländer gleichzeitig auf dem Feld stehen dürfen. Für EU-Ausländer gilt allerdings eine Übergangsfrist für zwei Jahre bis 2010, in der sie weiter unbegrenzt eingesetzt werden können. Über die Beschlussvorlage soll beim Fivb-Weltkongress im Juni abgestimmt werden.

Deutsche Spieler profitieren von Auslandserfahrung

"Alles was reglementiert ist, ist schlecht. Außerdem werden garantiert Spieler klagen und dann wird es ein neues Bosman-Urteil geben", meinte der deutsche Nationaltrainer. Betroffen von der neuen Regelung wären auch die zumeist ins Ausland abgewanderten deutschen Nationalspieler. Für sie könnte es in Zukunft wesentlich schwerer werden, einen lukrativen Vertrag bei einem Topverein in Italien oder Russland zu bekommen. Moculescu: "Außerdem ist die deutsche Nationalmannschaft auch deshalb besser geworden, weil die Spieler im Ausland viel dazugelernt haben."

© SID

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