Volleyball International
Volleyball-Champions-League geht an Friedrichhafen

Die Männer des VfB Friedrichshafen haben als erste deutsche Mannschaft die Champions League der Volleyballer gewonnen. Der deutsche Meister besiegte im Endspiel den französischen Vertreter Tours VB mit 3:1.

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben das Finale der Champions League für sich entschieden. Der deutsche Meister besiegte im Endspiel des Finalturnieres in Moskau Frankreichs Titelgewinner von 2005 Tours VB 3:1 (25:20, 26:24, 23:25, 25:19) und feierte vor 8 000 Zuschauern den größten Triumph der Vereinsgeschichte.

Das von Bundestrainer Stelian Moculescu betreute Team hatte zuvor bereits überraschend im Viertelfinale Pokalverteidiger Sisley Treviso und im Halbfinale Italiens Meister und Titel-Topfavorit Lube Macerata mit 3:2 (20:25, 26:24, 25:19, 13:25, 15:13) ausgeschaltet. Macerata wurde schließlich nach einem 0:3 (18:25, 23:25, 18:25) gegen Gastgeber Dynamo Moskau nur Letzter des Final Four.

"Unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat"

"Das hat es noch nie gegeben, das hätten wir doch nie für möglich gehalten", sagte Friedrichshafens Coach Stelian Moculescu, ehe er von seinen jubelnden Spielern zu Boden gerissen wurde. Der 56 Jahre alte gebürtige Rumäne, der auch als Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft zuständig ist, meinte nach einer Tanzeinlage auf dem Parkett der Moskauer Eis-Arena von seinen Gefühlen überwältigt: "Ich danke Gott, dass ich diese Jungs habe. Das ist einfach unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat."

Kurz zuvor hatte Friedrichshafens Teamkapitän Joao Jose den entscheidenden Aufschlag im Feld der favorisierten Franzosen versenkt. Der Portugiese zählte auch im Finale ebenso wie der Brasilianer Juliano Bendini und die beiden von der internationalen Konkurrenz umworbenen deutschen Nationalspieler Jochen Schöps und Simon Tischer zu den Leistungsträgern.

Revanche gegen Tours glückt

Gegen Tours agierten die von Moculescu erneut erstklassig eingestellten Süddeutschen von Beginn an mit der Unbekümmertheit des Außenseiters. Die Franzosen hatten den VfB im Finalturnier 2005 im Halbfinale noch 3:0 aus der eigenen Halle geschossen, lagen aber diesmal schon nach 50 Minuten 0:2 zurück. "Es ist eine Sensation", meinte VfB-Manager Stefan Mau. "Wir haben keine überragenden Einzelspieler, aber eine Mannschaft, die nie aufgibt und einen wahnsinnigen Charakter hat. Sie hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen."

Eigentlich hatte der deutsche Serienmeister den Großangriff auf den Thron der besten Vereinsmannschaft Europas erst für 2009 ins Visier genommen. Dann soll in der schmucken Bodensee-Arena das Finalturnier stattfinden. "Wir müssen die Siege nehmen, wie sie kommen", meinte Moculescu. Joao Jose mochte nicht so lange warten: "Für viele Spieler unserer Mannschaft war das hier die einzige Chance in der gesamten Karriere, so ein Finale zu spielen. Ich bin glücklich, dass ich es miterleben durfte."

© SID

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